nachdem sich das dreieck im euro-goldchart in wohlgefallen aufgelöst hat (siehe hier), gibt es vielleicht im USD-gold ein neues: 
(großes bild hier)
erstes (krusfristiges) ziel bei einem ausbruch wäre imo bei ca. 1150$*, FALLS(!) die formation "regelkonform" aufgelöst wird.
* dreieckshöhe an der linken basis) auf dreiecksspitze addieren ...meinungen?
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Category:
Politik
Zumindest in Sachsen haben die Freien Wähler aufällig stark abgeschnitten. Hier ein paar Gedanken dazu...
Freie Wähler im Aufwind, aus: SACHSENSPIEGEL Sendung vom: 08.06.09 | 19:00 Uhr http://ardmediathek.de/ard/servlet/content/2524750
Zwei sinngemäße Zitate aus dem Beitrag:
„Wir brauchen Macher! Meckerer bringen nichts weiter.“ (Joachim Rolle) ...kommt mir merkwürdig bekannt vor, diese Aussage! ;-)
"Die Parteipolitische Frage ist zweitrangig. Die Sachfragen stehen im Vordergrund und die Bürger messen uns an den erreichten Ergebnissen.]“ (Jürgen Kästner)
Das Wahlergebnis der Freien Wähler in den sächsischen Gemeinden ist beeindruckend: Hier sind die Parteilosen auf Anhieb zweitstärkste Kraft hinter der CDU 32,7 %) geworden und hat mit 24,4 % exakt soviele Stimmen bekommen wie eine „Ampel“ aus SPD (10,9 %), FDP (8,3 %) und den Grünen (5,1 %).
 Quelle: http://www.mdr.de/sachsen/6424007.html
Freie Wähler gibt es schon lange, aber diese Wahl scheint mir trotzdem etwas besonderes zu sein. Ich denke, dass sie eng mit dem Phänomen „Politikverdrossenheit“ zusammenhängen, aber im Gegensatz zu dem, was sich an den rechten und linken Rändern tummelt, sind die Freien Wähler nicht von Protestwählern im klassischen Sinne groß geworden. Vielleicht hat der Eine oder Andere „FW“ gewählt, weil er von den parteigebundenen „Volksvertretern“ die Nase voll hat, aber wieder(!)gewählt werden sie oft, weil sie gezeigt haben, dass sie tatsächlich die bessere Alternative sind.
Zugegeben, die sächsische NPD hat die Zahl ihrer Sitze verdreifachen können. Ich interpretiere das ebenfalls als Ausdruck von Politikverdrossenheit. Aber im Gegensatz zu den Freien Wählern glaube ich nicht, dass die ganz Rechten (oder die ganz Linken) auch in Zukunft nachhaltig gute Wahlergebnisse haben werden. Ich vermute, dass ihre Wählerbasis Stück für Stück bröckeln wird und sich ebenfalls Richtung „FW“ bewegen wird. Warum?
Weil Freie Wähler nicht auftreten, um „Schnauze voll!“ zu rufen, sondern um konkrete Probleme zu lösen. Die meisten dieser Gruppen haben ein oder mehrere ganz spezifische Sachthemen, die sie in den Mittelpunkt stellen und wo sie etwas erreichen wollen. Die Menschen bemerken dann recht schnell, ob die gewählten FW’s tatsächlich „Macher“ sind oder nicht – und eine Wahlperiode später wird dann ganz pragmatisch ausgesiebt. Die Guten werden wiedergewählt, die Schlechten treten entweder gar nicht wieder an oder fliegen raus.
Eine der interessantesten Fragen ist, wie Freie Wähler mit Problemen umgehen, die außerhalb ihres Interessengebietes (und damit Wahlprogramms) liegen: Versagt eine Wählervereinigung, die vorrangig Spielplätze, Kitas und Schulen modernisieren möchte, genauso (oder schlimmer) als die parteigebundenen Abgeordneten, wenn es z.B. um Steuerfragen oer Umweltauflagen geht? Gut möglich, aber zumindest sind Freie Wähler nicht durch parteipolitische Ränkespiele gebunden und können sich den auf kommunaler Ebene dringend benötigten Pragmatismus leisten, der notwendig ist, um Probleme effizient zu lösen.
Meine Vermutung: Die Wähler werden das honorieren und die FW’s werden in Zukunft weiter wachsen. Was vielerorts „auf dem Dorf“ beginnt, wird sich nach und nach auch in den Städten bemerkbar machen. Gut so! Vielleicht sehen wir hier den Beginn einer neuen Politik-Ära: Pragmatische Lösungen statt Parteipolitischer Querelen. Wenn das auf kommunaler Ebene funktioniert, dann sicher auch weiter oben.
Natürlich sind Freie Wähler keine Heiligen. Auch hier gibt es, wie überall, Probleme. Aber wie es aussieht, funktionieren die Selbstheilungskräfte bei ihnen besser als in den alten Parteien, deren „Parteifilz“ bisher jeder Reform widerstanden hat. Ein Beispiel dafür ist der Ausschluss von ehemaligen Schill-Parteimitgliedern (siehe hier: „Nachgehakt: Freie Wähler ziehen Konsequenzen“: report MÜNCHEN, Sendung vom 20.04.09 http://ardmediathek.de/ard/servlet/content/2224418 )
Wer weiß? Vielleicht sind Parteipolitiker in ein paar Jahren auch in Bundestag und –rat in der Minderheit? Umgeben von Fachleuten, die sich nicht nur auf ihrem jeweiligen Gebiet auskennen, sondern auch noch flexibel, weil ungehindert von parteipolitischen Einschränkungen, handeln können. „Macher“ eben.
Mehr Artikel zu den Freien Wählern in der ARD Mediathek: http://ardmediathek.de/ard/servlet/content/2572?tagId=9546
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Charttechnik
Langsam wird es interessant: Derzeit sind wir im Euro-gold am unteren Ende des Dreiecks. Wer also noch aufstocken will, kann das jetzt günstig tun. Viel Zeit bleibt nicht mehr: Falls(!) das Dreieck "regel-konform" aufgelöst wird, geschieht das recht bald, denn der Kurs ist der Dreiecks-Spitze schonziemlich nahe.
Charttechnische Überlegungen
Bei einem Ausbruch sehe ich kurzfristiges Potential bis mindestens 770 € (Höhe des Dreicks (ca. 60 €), das zum Niveau der Dreiecksspitze (ca. 690 €) addiert wird).
Wer charttechnisch orientiert tradet, kann auch den Ausbruch abwarten und sich per Buy-Stop in einen Trade einstoppen lassen (stop buy @ 700 €, imo), ein sinnvoller Stop Loss liegt meiner Meinung nach bei ca. 680 €.
Risiko nach unten: ca. 3% (700 - 680 = 20 €),
Potential nach oben: ca. 10% (770 - 700 = 70 €).

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Fiat Money
Heute morgen lese ich einen Bericht, nach dem einzelne US-Bundesstaaten darüber nachdenken, Gold und Silber wieder zu gesetzlichen Zahlungsmitteln zu machen. Es knirscht also zunehmend lauter im Gebälk. Der Artikel endet mit einem Satz, der den meisten Leuten, die sich nicht näher mit dem Finanzsystem beschäftigt haben, überspitzt vorkommen wird: "Man darf gespannt sein, wann die diktatorische Allmacht der Fed endlich zerbricht." Wer immer noch der Meinung ist, die Gerüchte, Mythen und Legenden um die FED wären nur Spinnereien von Verschwörungstheoretikern, der lese bitte den folgenden Artikel.
Die FED verweigert selbst dem amerikanischen Kongress die Aussage, welche Banken die gigantischen (mind. dreistellig!) Milliardensummen des "Rettungsschirms" in welcher Höhe in Anspruch genommen haben. Zwar unterliegt die FED einer staatlichen (= gesetzlich verankerten) Kontrolle, aber sie muss eine Operation einfach nur an eine ihrer 12 Mitgliedsbanken (Unterorganisationen) unterstellen - die unterliegen nämlich keinerlei Auskunftspflicht - nichtmal im Nachhinein!
Fazit: Die FED entscheidet allein und ohne irgendjemandem Rechenschaft schuldig zu sein, was mit den Milliardensummen* geschieht und wer sie bekommt. So etwas passiert normalerweise nur in Diktaturen, wie der Artikel ganz richtig schlussfolgert. * Rechnet man das Ganze richtig durch, sind es schon längst Billionen (engl. "trillions") und keine Milliarden mehr. Aber an diese Summen haben uns die Medien ja inzwischen gewöhnt... Ich habe lediglich ein paar relevante Stellen rot markiert; viel mehr muss man als Kommentator eigentlich nicht dazu sagen. Das Ganze hat ein Niveau erreicht, auf dem die Wirklichkeit zu absurd geworden ist, als dass sie eines Kommentares bedarf. Der Kaiser ist nicht mehr "nur" nackt: Da vorn auf der Bühne steht ein Skelett und grinst uns frech ins Gesicht.
Wie immer gilt: Am besten sollte der Artikel im Original auf heise.de gelesen werden; ich stelle die Texte eigentlich nur hier rein, falls sie irgendwann mal von der Originalseite genommen werden sollten. US-Notenbank agiert völlig ohne KontrolleRainer Sommer 14.05.2009 Die Generalinspektorin der US-Notenbank Fed gestand vor dem Kongress absolute Ahnungslosigkeit einLetzte Woche erschien die Generalinspektorin der US-Notenbank Fed, Elizabeth A. Coleman, vor dem Financial Services Committee des US-Repräsentantenhauses, wo sie vom Republikaner Alan Grayson zu ihrer Tätigkeit befragt wurde. Ihre auf YouTube abrufbaren Antworten schockierten wohl nicht nur den Kongressabgeordneten, der am Ende seiner Fragezeit feststellte, dass offenbar niemand in der FED - inklusive Mrs. Coleman – auch nur irgendeine Kontrolle darüber behalten habe, was mit den gewaltigen Summen geschieht, die die Fed im letzten Jahr ausgereicht hat.
Das von Coleman seit 2007 geleitete Office of Inspector General (OIG) führt laut eigenem Bekunden "unabhängige und objektive Revisionen, Inspektionen und Untersuchungen der Programme und Tätigkeiten des Board of Governors des Federal Reserve Systems" durch.
The Office of Inspector General (OIG) conducts independent and objective audits, inspections, evaluations, investigations, and other reviews related to programs and operations of the Board of Governors of the Federal Reserve System. Elizabeth A. Coleman
Colemans Büro umfasst freilich nur 45 Mitarbeiter, die dafür sorgen sollen, dass die Fed effizient und sauber arbeitet, zudem soll sie auch den Kongress dahingehend informieren. Dass Colemans Kontrollfunktion sehr umfassend ist, kann nach ihrer kaum 5-minütigen Befragung durchaus bezweifelt werden. So musste sie gleich eingangs zugeben, die Rolle der Fed bei der unterbliebenen Rettung der Investmentbank Lehman Brothers nicht untersucht zu haben, deren Pleite eine vernichtende Schockwelle durch das globale Finanzsystem gejagt hatte. Auf Grayson Frage, was mit den Geldern geschehen sei, die aus der Ausweitung der Fed-Bilanz (Kredite, die die Fed ausreicht, landen ebenso als Aktiva in ihrer Bilanz, wie die Wertpapiere, die sie kauft.) um mehr als eine Billion Dollar seit letztem September resultieren, konnte sie immerhin auf laufende Untersuchungen verweisen, bei denen die Programme "auf hohem Niveau analysiert werden um Risiken zu identifizieren" - wobei sich, wie sich im Verlauf der Befragung herausstellte, die Höhe allerdings auf das Abstraktionsniveau der Untersuchung bezog. Bislang – acht Monate nachdem die Programme gestartet waren, wie Gray ihr vorhielt - gebe es freilich noch keine Ergebnisse. Auf die Frage, ob sie denn wenigstens selbst wisse, wer diese Gelder erhalten habe, gab es gleichfalls nur die Antwort, dass "dieses spezielle Detail bis zu dem speziellen Punkt unserer Untersuchung noch nicht behandelt wurde". Noch viel weniger Ahnung scheint die Fed-Chef-Kontrolleurin von den ebenfalls Billionenschweren Geschäften zu haben, die die Fed laut Bloomberg, außerhalb ihrer Bilanz abwickelt. Auch hier sei man bisher nicht so sehr in die Details gegangen. … Ob sie denn wenigstens die Verluste geprüft habe, die die Fed mit diesen Ausleihungen seit September gemacht habe? Auch das sei noch nicht geschehen: "Bis wir tatsächlich hinaus gegangen sind und diese Dinge im Detail geprüft haben, kann ich diese Frage nicht beantworten." Ihr Nichtwissen liege unter anderem daran, dass das OIG verpflichtet ist, jede gescheiterte Bank zu prüfen, was zuletzt höchste Anforderungen gestellt habe. Zudem dürfe das OIG direkt nur das in Washington angesiedelte Board of Governors der Fed und dessen Programme prüfen, nicht aber die zwölf einzelnen Distriktbanken. Was sie dahingehend prüfen könne, sei nur, ob das Board entsprechend prüfe, was offenbar nichts anderes heißt, als dass das Board einzelne Tätigkeiten nur operativ an eine Distriktbank delegieren muss, will sie vermeiden, dass sie dem Kongress über die OIG darüber Rechenschaft ablegen muss. Als Neo-Kongressman Grayson derartige Fragen Anfang des Jahres an Fed-Vizepräsidenten Donald Kohn gerichtet hatte, hatte Kohn eine Antwort mit der Begründung verweigert, dadurch den leihenden Banken zu schaden und die Programme zu konterkarieren, "denn niemand würde teilnehmen, der wüsste, dass das bekanntgegeben wird". Außerdem habe die Fed die Gelder nicht ausgegeben, wie Grayson gemeint hatte, sondern nur verliehen. Für Grayson ist angesichts der Rolle der Fed als "lender of last resort" Kohns Argument wenig stichhaltig: "Schließlich hatten die Banken gar keine andere Wahl, als das Geld von der Fed zu nehmen. Denn anderswo hätten sie gar nichts bekommen." Auskunft darüber, welche Sicherheiten die Fed für ihre Ausleihungen erhalten hat und an wen die Kredite gegangen sind, hatte die Informationsagentur Bloomberg schon im November auf Basis des Freedom of Information Act eingeklagt, bislang aber ohne Erfolg. Zuletzt im März hatte die Fed erklärt, dass anders als die Fed selbst ihre Mitgliedsbanken nicht dem Freedom of Information Act unterliegen würden, was auch für die New Yorker Fed gelte, die die meisten Kreditprogramme umsetze und wo auch die relevanten Unterlagen zu finden wären. Allerdings hatte Susan E. McLaughlin, Senior Vicepresident in der Markets Group der Federal Reserve Bank of New York laut Bloomberg unter Eid ausgesagt, dass "ausgesuchte Mitglieder und Mitarbeiter des Bord of Governors mit täglichen und wöchentlichen Reports der Primary Dealer Credit Facility(PDCF) versorgt werden". Diese Reports enthielten die Namen der Primary Dealers, die vom PCDF geliehen haben, die individuellen Kreditvolumen, die Zusammensetzung der als Sicherheiten übereigneten Wertpapiere und die jeweiligen Zinssätze, welche die Fed eben nicht bereit ist, herauszugeben. Dadurch bleibt es also weiterhin unmöglich festzustellen, welche Banken, Finanzinstitutionen und Personen denn nun tatsächlich direkt von den Hunderten an Steuermilliarden profitiert haben. Wie Grayson schon im Jänner in einem Radiointerview feststellte, entscheide somit allein der Chef der Fed über gewaltige Ausgaben von öffentlichen Geldern. Und er müsse darüber nicht einmal im Nachhinein im Detail informieren, was sonst nur in Diktaturen üblich sei. Der damit angesprochene Fed-Chef Bernanke hatte zuletzt am 3. April die Bilanz der Fed erörtert und behauptet, alle normalen Liquiditätsprogramme würden ausnahmslos auf derart hohen Sicherheitsleistungen basieren, dass er davon ausgehe, keine Verluste zu erleiden. Nur als die Fed mangels Alternativen gezwungen gewesen war, die Übernahme von Bear Sterns und die Rettung von AIG zu unterstützen, seien Finanzierungen direkt an einzelne Institute gegangen, was allerdings alles in enger Absprache mit dem Finanzministerium erfolgt sei. Für die Fed sei das extrem unangenehm gewesen, da diese "aus einer Kreditperspektive mehr Risiken trage, als die anderen Programme". Dennoch rechnet Bernanke damit, auch hier voll bezahlt zu werden. Im Übrigen erreichten diese Kredite nur ungefähr fünf Prozent der Fed-Bilanz.
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Finanzkrise
...so langsam ist es selbst mir Labertasche peinlich: schon der 6. Eintrag heute! *schluck*
Vielleicht sind wir der "Volksunruhe" doch näher als ich dachte (siehe letztes Posting). Jedenfalls sorgt sich die Sueddeutsche Zeitung ebenfalls öffentlich darüber:
Schuldenpolitik - Ein Fall für den Arzt12.05.2009, 10:53 Ein Kommentar von Claus Hulverscheidt Bestraft gehört, wer Schuldenberge sieht und Steuernachlässe will: Viele haben die Dramatik der Schuldenpolitik noch nicht erkannt. Es gibt wenige Dinge, die dem normalen Bürger so langweilig erscheinen dürften wie die schier endlosen Zahlenkolonnen, die die Haushaltspolitiker von Bund und Ländern alljährlich erstellen. Diesmal aber würde sich ein Blick lohnen - zumindest für Grusel-Fans, denn die jüngsten Prognosen aus den Finanzministerien und Fraktionen sind schauerlicher als jeder Horrorfilm, der nachts um zwölf Uhr im Privatfernsehen läuft. 60 Jahre lang brauchte die Bundesrepublik, um den aktuellen Schuldenstand von 1,6Billionen Euro aufzutürmen. Nun könnte in gerade einmal fünf Jahren noch einmal die Hälfte hinzukommen. Enorme ZinslastenFür die künftigen Generationen bedeutet das, dass ihnen Zinszahlungen aufgebürdet werden, die sie kaum noch werden tragen können. Das gilt um so mehr, als die Bevölkerung schrumpft, die Last also auf immer weniger Schultern verteilt wird. Dass es im Land keine Aufstände gibt, liegt allein daran, dass viele Menschen die ganze Dramatik noch gar nicht erkannt haben - und dass die Alternativen noch gruseliger sind: Würde die Regierung gegen die krisenbedingten Mindereinnahmen und Mehrausgaben ansparen, käme die Wirtschaft wohl auf Jahre hinaus nicht wieder in Gang. Die sozialen Kosten einer solch lang andauernden Rezession aber wären unkalkulierbar. Wer vor diesem Hintergrund wie CDU und CSU Steuersenkungen oder wie die Linke höhere Sozialausgaben verspricht, ist ein Fall für den nächsten Wahllügen-Untersuchungsausschuss - oder für den Arzt. Es kann für die nächste Legislaturperiode nur ein finanzpolitisches Ziel geben, nämlich jenes, die Kreditaufnahme wieder einigermaßen in den Griff zu bekommen. Wer anderes beschwört, gehört am Wahltag bestraft. (SZ vom 12.05.2009/hgn)
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Category:
Politik
...lässt man laufen, genau.
Welchen Eindruck werden "die Kleinen" jetzt wohl haben: Genau - denselben wie immer: Ottonormalsteuerbürger wird systematisch durchleuchtet, während der Adel* wie immer davon kommt.
* ...ups, sowas gibt ja nicht mehr, bzw. heisst jetzt anders, jaja...
Fazit: Auch diesmal hat man sich nicht besonders viel Mühe gegeben, uns zu vera...lbern. Man vertraut scheinbar weiterhin darauf, dass das Volk ruhig bleibt - und das ist vermutlich auch kein Problem, solange genügend Brot (Sozialstaat) und Spiele (Medien) verfügbar sind. http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,624471,00.html 13.05.2009GESETZ GEGEN HINTERZIEHUNG Reiche müssen Steuerregeln kaum fürchtenEs sollte ein Großprojekt werden, nun bleibt davon wenig übrig: Das geplante Gesetz gegen Steuerhinterziehung trifft Reiche nur marginal. Laut einem Pressebericht wird es flächendeckende Prüfungen - anders als erwartet - auch in Zukunft nicht geben. 
München - Die Pläne der Bundesregierung für eine schärfere Bekämpfung der Steuerhinterziehung werden Reiche längst nicht so empfindlich treffen wie bisher angenommen. Bürger mit einem Jahreseinkommen von mehr als 500.000 Euro müssen auch in Zukunft nur dann mit einer Außenprüfung der Finanzbehörden rechnen, wenn gegen sie ein Verdacht besteht oder wenn sich aus ihren Unterlagen Ungereimtheiten ergeben. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" ("SZ") unter Berufung auf die Antwort des Finanzministeriums auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion. "Automatische, willkürliche und flächendeckende Prüfungen wird es nicht geben", sagte ein Sprecher des von Peer Steinbrück (SPD) geführten Finanzministeriums. Sollten in der Öffentlichkeit andere Erwartungen geweckt worden sein, habe dies nicht sein Haus zu verantworten. Auch in einem Schreiben, das die Parlamentarische Staatssekretärin Nicolette Kressl (SPD) unterzeichnet hat, heißt es: "Die Überprüfung der Personengruppe wird nicht anlasslos erfolgen." Genau dies war aber - zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung - das Ziel des geplanten Gesetzes: Ab einem bestimmten Einkommen sollten verstärkt Prüfungen erfolgen, auch ohne konkreten Verdacht. Diesen Eindruck hatten vor allem führende Sozialdemokraten erweckt. "Offenbar waren die Äußerungen aber vor allem dem nahe stehenden Bundestagswahlkampf geschuldet", schreibt die "SZ". Anlass für die Debatte war seinerzeit der Skandal um Ex-Post-Chef Klaus Zumwinkel. Er hatte dem deutschen Fiskus über eine Stiftung in Liechtenstein rund eine Million Euro vorenthalten und wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. FDP-Finanzexperte Volker Wissing sagte dem Blatt: "Anlasslose Steuerprüfungen hat es nicht gegeben, und es wird sie auch nicht geben." Die sozialdemokratischen Finanzminister hätten in mehr als zehn Jahren nichts getan, um die Zahl der Prüfungen in nennenswertem Umfang zu steigern. wal/ddp/dpa-AFX
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Nachhaltigkeit
Ich bin ehrlich gesagt zu faul, die Liste der Veranstaltungen einzeln in den Eventkalender einzubauen, daher das Ganze hier als blogpost... 
Leider findet nichts davon in meiner Umgebung statt, sonst hätte ich mich dort sicher mal blicken lassen: Das Thema "Geld" ist für mich sowieso hochinteressant und der Buddhismus ist eine der wenigen Religionen, vor denen ich mich respektvoll verneige. Die Kombination beider Themen klingt - für mich zumindest - hochinteressant. ...klar, Meditation ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber Achtsamkeit ist eigentlich nichts, was nur dem Buddhismus eigen sein sollte.
Irgendwo auf der homepage steht noch etwas von einem Unkostenbeitrag (80 Euro); wollte das nur erwähnt haben. Aber wer interessiert ist, wird sich dort sowieso durchklicken, denke ich. Liebe Freunde und Interessierte des Netzwerkes Achtsame Wirtschaft, die Achtsamkeitstage zum Thema "Achtsamer Umgang mit Geld" werden nun mit drei Veranstaltungen in Köln, Frankfurt und München vorerst zu Ende gehen. Die Termine: Köln: 23. Mai 2009 Frankfurt a.M.: 24. Mai 2009 München: 27. Juni 2009 Das Thema lautet: "Mein Geld und Ich - Wie Achtsamkeit unsere Beziehung zum Geld klären und transformieren kann". Mit bewährten Übungen, Meditationen und im Gruppenaustausch, werden wir tief in das Thema Geld blicken. Wer noch dabei sein möchte, möge sich bitte recht bald anmelden. An unseren bisherigen Achtsamkeitstagen in Wien, Zürich, Graz, Berlin, Hamburg und Freiburg i.B.bildeten wir immer recht gemischte Gruppen aus Beratern, Bankern, Unternehmern, Coaches, Erben, Angestellten, Professoren, Rentnern und Arbeitslosen. Menschen mit viel und Menschen mit wenig Geld. Wir stellten fest, wie viele Emotionen, Erwartungen und Ängste am Thema Geld kleben. Und wie klärend es sein kann, den Schleier in einen achtsamen Atmosphäre ein wenig zu lüften und genauer hinzuschauen, was in der finanziellen Dimension unseres Lebens läuft und damit mittelbar auch andere Felder unseres Lebens stark beeinflusst. Alles Gute für die nächsten Schritte. Möge die Finanzkrise zu einer wahren Achtsamkeitsglocke für unsere Gesellschaft und alle ihre Organisationen werden und uns helfen, das Wesentliche zu berühren. Liebe Grüße sendet aus Berlin. Kai Romhardt ______________
Aktuelle Veranstaltungen des Netzwerks Achtsame Wirtschaft:Achtsamkeitstage zum Thema Geld und Finanzen: "Mein Geld und Ich - Wie Achtsamkeit unsere Beziehung zum Geld klären und transformieren kann" - * Köln, 23. Mai 2009 * Frankfurt: 24. Mai 2009 * München: 27. Juni 2009 8. bis 10. Mai 2009 (Retreat): Business Retreat Schweiz, Haus Tao (Wolfhalden) 4. bis 7. Juni 2009 (Retreat): Business Retreat Österreich zum Thema "Buddhistische Wirtschaftsethik", BZ Scheibbs Herbst 2009: Lesereise mit Vorträgen, Seminaren und Achtsamkeitstagen im deutschsprachigen Raum: Vorstellung des Buches "Wir sind die Wirtschaft: Achtsam leben- Sinnvoll Handeln", Kamphausen Verlag (erscheint Herbst 2009) 7. bis 10. Januar 2010 (Retreat): Business Retreat Deutschland in Berlin Achtsamkeitstage der Netzwerkgruppe in Berlin: 25. April, 20. Juni, 29. August, 10. Oktober und 12. Dezember 2009 jeweils in der Quelle des Mitgefühls . "True happiness is a peaceful state of body and mind, that can only exist when our desires are few. More desire brings more suffering." , Thich Nhat Hanh ___________________ Dr. Kai Romhardt Netzwerk Achtsame Wirtschaft Am Großen Wannsee 49 D-14109 Berlin Tel.: ++49-30-804 970 20 www.achtsame-wirtschaft.de
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Politik
Das Politiker in den seltensten Fällen im Interesse der Bürger und i.d.R. nicht einmal im Interesse ihrer Wähler handeln, ist nichts Neues mehr. Daran habe ich mich gewöhnt, und die meisten anderen wohl auch.
Dass die "Mainstream Medien" schon lange nicht mehr unabhängig berichten, sollte inzwischen selbst der Naivste begriffen haben. Die Staatshörigkeit bzw. die Willigkeit dieser Medien, die Diktion staatlicher Stellen zu übernehmen, zeigt sich z.B. sehr deutlich am Fall der sog. "Sauerland-Terroristen" - aber das ist ein anderes Thema... Ich nehme diese Umständnisse schulterzuckend zur Kenntnis und versuche, ihnen mit einer einigermaßen ausgewogenen Medien-Diät zu begegnen. Das ist mühseliger und bedeutet intellektuell schwerer verdauliche Kost, aber zumindest entgeht man so der (Volks-)Verdummung.
Was mich dann aber doch zuverlässig aufregt, ist die Art und Weise, wie wir für blöd gehalten werden. Come on guys, ich weiss ja dass ihr mich nach Strich und Faden verarscht - aber wenn ihr schon lügt, dann gebt euch doch bitteschon wenigstens ein Mindesmaß an Mühe dabei!
Der folgende Artikel aus dem spielgel online ist so ein Beispiel: Erst stürzen die Banken mit tatkräftiger Hilfe der Politiker (ich sag nur "Dereguleirung"!) die weltweite Wirtschaft in die Krise* - und dann haben sie noch die Frechheit, uns mit eigens in Auftrag gegebenen Studien vorzugaukeln, wir hätten Vertrauen in den Staat! Gehts noch?!?
* ...worüber man nicht nur einen Blog-Artikel oder ein Buch schreiben könnte, sondern ein ganzes Bücherregal - das man dann anschließend am liebsten zu einem Scheiterhaufen auftürmen möchte, auf dem man die Verantwortlichen röstet.
Ich bin ja mal gespannt, wann das Fass überläuft. Die nächsten Wahlen stehen an, aber ich habe so den leisen Verdacht, dass da noch nicht viel passieren wird. Entlädt sich Volkes Zorn aber außerhalb der Wahlen, würde das Chaos deutlich größer werden. Ich sehe in Deutschland sowieso derzeit keine wählbare Alternative, obwohl ich zugeben muss, mich mit "Exoten" wie den Freien Wählern noch nicht beschäftigt zu haben. Ist vermutlich höchste Zeit...
Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,624490,00.html
13.05.2009UMFRAGE DES BANKENVERBANDS Deutsche vertrauen in der Krise auf den StaatDie Deutschen werden laut einer Umfrage immer staatsgläubiger. Vor fünf Jahren vertrauten nur 23 Prozent auf die Wirtschaftskompetenz der Politik - jetzt sind es 46 Prozent. Bemerkenswert: Mitten in der Krise halten viele die deutsche Gesellschaft für "sozial gerecht". 
München - "In unserer Gesellschaft geht es sozial gerecht zu." Dieser Aussage stimmen laut einer Umfrage 40 Prozent der Deutschen zu - und das mitten in der Krise. Vor einem Jahr lag die Zustimmungsrate nur bei 24 Prozent. Touristen vor dem Reichstagsgebäude in Berlin: Vertrauen in die Politik wächst Gleichzeitig ist der Anteil derjenigen, die die Gesellschaft für "sozial nicht gerecht" halten deutlich gesunken - von 71 auf 56 Prozent. Dies berichtet die "Süddeutsche Zeitung" ("SZ") unter Berufung auf eine Umfrage des Bundesverbands Deutscher Banken, die das Mannheimer Ipos-Institut durchgeführt hat.
Das Ergebnis ist bemerkenswert. Immerhin hat die aktuelle Wirtschaftskrise Tausende Menschen in Kurzarbeit getrieben, viele Unternehmen entlassen Mitarbeiter. Trotzdem wächst offenbar das Vertrauen in die Regierung: 46 Prozent der Befragten sind der Ansicht, die Politik könne die wirtschaftlichen Probleme lösen. Vor fünf Jahren waren es nur 23 Prozent.
Experten rätseln über den Grund für das überraschende Umfrageergebnis. "Die Leute sagen vielleicht, es geht jetzt auch denen schlechter, die die Finanzkrise verursacht haben", sagte Claus Schäfer, der Leiter des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung in der "SZ".
Bankenverbandschef Manfred Weber sieht den Grund für das überraschende Ergebnis im Krisenmanagement der Bundesregierung. "Das vehemente Eingreifen des Staates in der Finanzmarktkrise hat das Land vor Schlimmerem bewahrt", sagte er der Zeitung. Andere Fachleute zweifeln die Aussagekraft der Umfrage an. Er glaube nicht an einen dauerhaften Trend, sagte der Wirtschaftsweise Peter Bofinger dem Bericht zufolge. Auch Norbert Walter, Chefökonom der Deutschen Bank, zeigte sich überrascht: "Ich stehe vor einem Rätsel." Er glaube, dass viele Deutsche die marktwirtschaftliche Ordnung ablehnten. Tatsächlich sehen immer mehr Bundesbürger die Marktwirtschaft als System kritisch. Laut Umfrage des Bankenverbands sagen nur 51 Prozent, die soziale Marktwirtschaft habe sich bewährt. Im Jahr 1994 waren es noch 73 Prozent. Der Anteil der Kritiker stieg dagegen von 20 Prozent auf 41 Prozent. Offenbar hat dies aber nichts mit der Einstellung der Bürger zur konkreten Krisenpolitik zu tun. So halten 67 Prozent der Befragten die Maßnahmen des Konjunkturpakets II für gut. Lediglich 26 Prozent lehnen sie ab. "Die Bürger merken, dass die Politik auch in Krisenzeiten handlungsfähig ist", sagte Bankenverbandspräsident Weber in der "SZ". wal
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Category:
Politik
Wer keine Ahnung von den Europa-Parteien hat, sollte einfach mal den www.euprofiler.eu/ Test machen. Das GAnze dauert nur ein paar Minuten; danach kann man die eigene Position mit der anderer Parteien vergleichen. Außerdem gibt es ein Koordinateensystem, in dem die eigene Position sowie die anderer Parteien lokalisiert wird; Wer am dichtesten dran liegt, wird gewählt - in der Theorie zumindest. Nicht ganz so detailliert ist der Wahl-O-Mat: http://www.wahl-o-mat.de/europa/
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Category:
Politik
Wer wissen will, was das europäische Parlament, das einzig halbwegs demokratisch gewählte Organ der EU, so alles kann und darf - und nicht kann und darf, der lese sich den folgende Artikel von Egon Kreutzer durch. (Danke an Edewilli für den Hinweis auf den Artikel!)
Die gestärkten Rechte des Europäischen Parlaments http://www.egon-w-kreutzer.de/0PaD2009/19.html
Ganz unten gibt es dann noch einen Hinweis auf eine neue Europa-Partei, die Newreupeans, die sowohl der Autor als auch ich für durchaus wählbar halten: http://www.newropeans.eu/index.php?lang=de
Für alle, die bei Politik und Wahlen normalerweise gleich desinteressiert abwinken: Wenn nicht bald etwas geschieht, bekommen wir meiner Meinung nach früher oder später eine Art europäische Diktatur. Eher früher als später, wenn ihr mich fragt.
Dieser Prozess ist schleichend und hat schon vor Jahren begonnen. Der Vertrag von Lissabon ist nur ein weiterer Dominostein in dieser Kette. Er wurde fast überall gegen den mehrheitlichen Willen der Bürger von den jeweiligen Politikern durchgesetzt; die meisten Abgeordneten haben den Text, der auf maximale Verwirrung hin ausgelegt ist, nicht einmal gelesen sondern gleich mit "ja" gestimmt.
Da kann man eigentlich nur noch sagen: Viva la Volksvertreter!

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Fiat Money
So klar formuliert wird das Thema selten, schon gar nicht von den Mainstream Medien. Eigentlich ist es nichts neues; postenswert wird es meiner Meinung nach, weil es nochmal ganz deutlich vor Augen führt, wo die Reise mit großer Wahrscheinlichkeit hinführen wird - bzw. muss. Denn aus der Schuldenfalle des Fiat Money-Systems gibt es keinen Ausweg, kann es keinen Ausweg geben.
"You can fool all the people some of the time, and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time." Abraham Lincoln."
Die systemimmanente Logik des Kreditgeldsystems ist dermaßen simpel, dass es fast schon wieder zum Lachen ist. Aber in jeden Fall zeigt Fiat Money, dass es tatsächlich möglich ist, alle Menschen zum Narren zu halten - und zwar über mindestens eine Generation lang (1971 bis heute). Hoffen wir dass der Autor Recht hat und die Lektion, die wir aus dem (noch vor uns liegenden) Scheitern des Systems lernen können, länger im kollektiven Gedächtnis behalten werden!
http://www.hartgeld.com/systemkrise.htm
Neu 2009-05-02: [19:00] Aus dem Midas vom 1.5. - die Schulden werden nie bezahlt: The "never pay" model To all; 6 weeks ago the Federal Reserve promised us a huge dose of monetizing Treasury debt. This was done to "pressure" interest rates downward in the hopes of helping the real estate market. It worked, for about 1 month. Now rates are starting to creep higher than they were when the Fed made this announcement. I believe they will soon skyrocket. This plan to monetize debt was not a "pro active" move, it was reactive to the fact that the Treasury needs to borrow more capital than is, or can be, provided by the free market. I view this action as an exclamation point to the "never pay" model used by both the Fed and Treasury. You see, they never, ever, planned to pay or settle for anything they purchased. The purchases were made with pieces of paper, "promises to pay", but never settled. The Treasury promises to pay you with more pieces of paper when they borrow "with interest". The Fed promises us, they will provide more "promises", (pieces of paper) if they deem there is not enough floating around. The bottom line is that the entire financial system worldwide has become one of "fraudulent finance" because it is based on a system that truly promises never to REALLY pay. The Dollar WAS accepted because it was redeemable in Gold, then in 1971, that tie was cut. In the early '70's, Henry Kissinger came up with the great idea to get the Arabs to price oil in, and accept for it's purchase, ONLY Dollars. This created a huge demand for Dollars that prolonged the Dollar's supremacy. Now, the Arabs, Asians, Russians, Brazilians, etc., are all wising up at the same time, they now are wondering why they send real products and goods to the U.S. while accepting unbacked pieces of paper in return. This is the end of an era for sure. This is the end of the biggest con job ever promulgated or accepted in history. This was the plan ever since 1971, send paper for real goods and thus NEVER REALLY PAY. Because the fraud was so widely accepted on a such global basis, everyone worldwide is, and will pay dearly for the foolishness. Make no mistake, the plan was originally started with the idea, no, the goal, of never ever paying. If you understand this concept, you have only one alternative, OPT OUT! Opt out of the failing paper system and store your wealth in metal. It is clear that Gold and Silver are horribly and completely manipulated as far as price is concerned. Anyone who believes this, or worse yet, speaks or writes of this, is branded a conspiracy nut. No matter, if you know the truth, you can protect yourselves and families once the lie is finally exposed. Gold's price has been suppressed for years and the Dollar has been supported and propped up, why you ask? Because the "ownership" of the free printing press is a very valuable asset as long as the public, the world, can be fooled into assessing value to something that has none. Something for nothing in other words, or the "never pay" model. THIS is why they want you to believe Dollar=good, Gold =bad. Don't be fooled no matter what they do to the price of Gold, once the fiat grip is broken, those who have metal will have all the marbles. It makes no difference whether Gold goes "up" or "down" 100's or 1,000's of Dollars, in the end, as the Dollar approaches zero, Gold, coffee, oil, gas, rice, you name it, will approach infinity in Dollar terms. This is the definition of hyper inflation. We will never again in our lifetimes witness a pure unbacked fiat currency. The bad memories will take generations to go away, we will all be long gone before another fraud like this one can be hatched. Regards, Bill H. Das gilt für den USD genauso wie für alle anderen Währungen: Reale Güter wurden mit Papier "bezahlt". Noch wird dieses Papier als Bezahlung akzeptiert. Wenn das nicht mehr so ist, dann ist die Hyperinflation da - die panikartige Flucht aus allem Papiergeld und "Wertpapieren". Der Autor meint, dass wir nach dieser Flucht in unserem Leben nie wieder ein ungedecktes Papiergeldsystem sehen werden. Die einzige Alternative ist: Opt Out, das Papiersystem verlassen.
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Finanzkrise
Taleb's Buch steht schon lange auf meiner Leseliste. Mit diesem Artikel rutscht es merklich höher.
Meine Meinung: Alles gute Ratschläge, die er da gibt. Die (durchaus bange) Frage ist nicht, ob Politik und Wirtschaft das umsetzen wird*, sondern ob es überhaupt noch rechtzeitig(?) möglich sein wird. Zum Gegensteuern ist es meiner Meinung nach zu spät - das kKind liegt spätestens seit Anfang 2008 im Brunnen. Spannend wird sein, wie sich der Zusammenbruch des Systems gestalten wird - und vor allem: gestalten lassen wird! Im Worst Case versinkt alle Welt in Chaos und/oder Diktatur. Im Best Case bauen wir basisdemokratisch neue Gesellschaften* auf, wobei wir aus den gemachten Fehlern lernen. Siehe Forderung numero Zehn.
* Ja, der Plural ist Absicht. Um (wiedermal) Daniel Quinn zu zitieren: "We all know there's no one right way to build a bicycle, no one right way to design an automobile, no one right way to make a pair of shoes, but we're convinced that there must be only one right way to live." Machen wir so weiter wie bisher, berauben wir uns sowieso früher oder später der materiellen Grundlage unserer Art zu leben ("Zivilisation" genannt) - und zwar im globalen Maßstab. Eine der wichtigsten Lektionen, die wir unbedingt aus der aktuellen Immobilien-, Hypotheken-, Finanz- und Wirtschaftskrise** lernen sollten: Je länger wir mit dem Kurieren warten, desto schlimmer wird die Krankheit. ** Meine Vermutung/Befürchtung: Die nächste Station wird eine globale Währungskrise sein - die letzte aller möglichen Blasen, zumindest in der wirtschaftlichen Sphäre... Und: Man kann diese (und nebenbei: auch keine andere!) Krise mit denselben Mitteln heilen, die sie verursacht haben! Mehr (Staats-)Verschuldung und immer neues frisch gedrucktes Fiat Money bewirken nur eine Verzögerung - Zeit, in der die Krise nur noch tiefer und schmerzhafter wird. Das ist ungefähr so, als rase man in einem Auto auf einen Abhang zu: Die einzig vernünftige Lösung wäre, entweder anzuhalten oder umzudrehen. Gibt man stattdessen weiter Gas, löst man das Problem nicht.***
*** Ich weiß, der Vergleich hinkt schonmal deshalb, weil in der MEtapher mit "mehr Gas" die Krise nicht verlängert wird, sondern sich beschleunigt - aber wenigstens ist das Drama der Metapher dann schneller vorbei. ;o) Genug Vorgeplänkel, hier der Artikel von Taleb: Ten principles for a Black Swan-proof world
April 8, 2009 | by Charlie Edwards Nassim Nicholas Taleb has a comment piece in today’s FT outlining 10 principles that might bring ‘economic life closer to our biological environment: smaller companies, richer ecology, no leverage. A world in which entrepreneurs, not bankers, take the risks and companies are born and die every day without making the news.’
1. What is fragile should break early while it is still small. Nothing should ever become too big to fail. Evolution in economic life helps those with the maximum amount of hidden risks – and hence the most fragile – become the biggest. 2. No socialisation of losses and privatisation of gains. Whatever may need to be bailed out should be nationalised; whatever does not need a bail-out should be free, small and risk-bearing. We have managed to combine the worst of capitalism and socialism. In France in the 1980s, the socialists took over the banks. In the US in the 2000s, the banks took over the government. This is surreal. 3. People who were driving a school bus blindfolded (and crashed it) should never be given a new bus. The economics establishment (universities, regulators, central bankers, government officials, various organisations staffed with economists) lost its legitimacy with the failure of the system. It is irresponsible and foolish to put our trust in the ability of such experts to get us out of this mess. Instead, find the smart people whose hands are clean. 4. Do not let someone making an “incentive” bonus manage a nuclear plant – or your financial risks. Odds are he would cut every corner on safety to show “profits” while claiming to be “conservative”. Bonuses do not accommodate the hidden risks of blow-ups. It is the asymmetry of the bonus system that got us here. No incentives without disincentives: capitalism is about rewards and punishments, not just rewards. 5. Counter-balance complexity with simplicity. Complexity from globalisation and highly networked economic life needs to be countered by simplicity in financial products. The complex economy is already a form of leverage: the leverage of efficiency. Such systems survive thanks to slack and redundancy; adding debt produces wild and dangerous gyrations and leaves no room for error. Capitalism cannot avoid fads and bubbles: equity bubbles (as in 2000) have proved to be mild; debt bubbles are vicious. 6. Do not give children sticks of dynamite, even if they come with a warning . Complex derivatives need to be banned because nobody understands them and few are rational enough to know it. Citizens must be protected from themselves, from bankers selling them “hedging” products, and from gullible regulators who listen to economic theorists. 7. Only Ponzi schemes should depend on confidence. Governments should never need to “restore confidence”. Cascading rumours are a product of complex systems. Governments cannot stop the rumours. Simply, we need to be in a position to shrug off rumours, be robust in the face of them. 8. Do not give an addict more drugs if he has withdrawal pains. Using leverage to cure the problems of too much leverage is not homeopathy, it is denial. The debt crisis is not a temporary problem, it is a structural one. We need rehab. 9. Citizens should not depend on financial assets or fallible “expert” advice for their retirement. Economic life should be definancialised. We should learn not to use markets as storehouses of value: they do not harbour the certainties that normal citizens require. Citizens should experience anxiety about their own businesses (which they control), not their investments (which they do not control). 10. Make an omelette with the broken eggs. Finally, this crisis cannot be fixed with makeshift repairs, no more than a boat with a rotten hull can be fixed with ad-hoc patches. We need to rebuild the hull with new (stronger) materials; we will have to remake the system before it does so itself. Let us move voluntarily into Capitalism 2.0 by helping what needs to be broken break on its own, converting debt into equity, marginalising the economics and business school establishments, shutting down the “Nobel” in economics, banning leveraged buyouts, putting bankers where they belong, clawing back the bonuses of those who got us here, and teaching people to navigate a world with fewer certainties.
Quelle: http://www.globaldashboard.org/2009/04/08/ten-principles-for-a-black-swan-proof-world/
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Nachhaltigkeit
Bezugnehmend auf meinen Kommentar auf Claus' Kommentar auf meinen ersten Blogeintrag... cooler Beginn für einen neuen Blogeintrag, oder?  Wer wirkliche Alternativen schaffen will, muss zwangsläufig mehrere Dimensionen beachten - weil wir eben auf allen möglichen Gebieten Mist gebaut und nachhaltig versagt haben. Daher sind ganz besonders solche innovativen Ideen gefragt, die gleich mehrere Probleme auf einmal lösen können. Bambus in am Bau zu verwenden, klingt zwar erstmal nicht unbedingt innovativ - schließlich wird das Zeug schon seit Jahrtausenden verbaut. Bei genauerem Hinschauen zeigt sich dann aber doch, dass hier jemand zu Recht einen Preis bekommen hat. Hoffen wir, dass sich viele solcher kleinen Lösungen finden werden - und zwar so schnell wie möglich. Mit Bambus gegen die globale ErwärmungGewinner des 12. internationalen ALTRAN-Innovationspreises "CO2-Reduktion, die technologische Herausforderung unserer Zeit" - unter diesem sehr aktuellen Motto stand der 12. Innovationspreis der Stiftung des Technologie- und Innovationsconsulting-Unternehmens ALTRAN. Jetzt wurde das Siegerprojekt feierlich in Paris bekanntgegeben: Gegen insgesamt 158 internationale Mitbewerber konnte sich die "Bewohnbare CO2-Senke" von Francisco Gallo Mejía durchsetzen. Der spanische Wissenschaftler von der Universität des Baskenlandes (San Sebastián) konnte die internationale Jury mit seinem innovativen Bambus-Verbundstoff überzeugen, mit dem eine nachhaltige Architektur möglich ist. Die Bambusart Guadua angustifolia Kunth, die schon seit Jahrhunderten in tropischen Gebieten unter anderem zum Bau von einfachen Gebäuden verwendet wird, nimmt besonders viel Kohlenstoffdioxid aus der Luft auf. Durch Gallo Mejías innovativen Bio-Verbundstoff sind nun auch anspruchsvollere Architekturprojekte denkbar, und das zu besonders umwelt- und ressourcenschonenden Bedingungen. "Uns hat der sehr durchdachte mehrdimensionale Ansatz überzeugt", erklärt Christian Le Liepvre, Präsident der ALTRAN-Stiftung für Innovation. "Zum einen der Umweltaspekt: Neben der starken Bindung von CO2 durch diese Bambusart wird für die Herstellung des Bambus-Verbundstoffs besonders wenig Energie und Wasser verbraucht, deutlich weniger als bei anderen Baumaterialien wie Holz, Metall oder Ziegeln." Außerdem seien die technischen Vorzüge dieser neuen Generation von Verbundstoffen, aus der Fertigelemente und komplette Bauteile gefertigt werden können, hervorzuheben, insbesondere hinsichtlich Gewicht, Isolierung, Recycling und Lebensdauer. Nicht zuletzt aber besteche der soziale Aspekt: "Durch diese Innovation ist die Förderung einer lokalen nachhaltigen Bautätigkeit in Entwicklungsländern möglich", so Le Liepvre. "So entsteht eine Reihe von Vorteilen: niedrige Herstellungs- und Transportkosten, eine höhere lokale Wertschöpfung, der Aufbau und die Förderung lokaler, dezentraler Strukturen in Verbindung mit Mikrokrediten. So erwächst ein Nutzen direkt vor Ort für die ärmeren Bevölkerungsschichten, wo großer Bedarf an Wohnraum herrscht." Darin liegt auch - neben der Klimaschonung - eine Hauptanliegen des Siegers: "Ich freue mich unbeschreiblich, den international sehr renommierten Innovationspreis der ALTRAN-Stiftung gewonnen zu haben", so Francisco Gallo Mejía. "Ich möchte mit der professionellen Unterstützung von ALTRAN eine konkrete neue Perspektive für Mensch, Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft schaffen." Zusammen mit den Experten des europäischen Marktführers für Technologie-Beratung wird er nun unter anderem einen Fahrplan für Herstellung, Vermarktung, Fundraising und Vertrieb erstellen. Eine besondere Herausforderung ist außerdem die Herstellung von günstigen und einfachen Produktionsmethoden, so dass in allen Ländern der Welt mit tropischem Klima der Bambus-Verbundstoff erzeugt werden kann. Dafür erhält er nun neben einem Preisgeld von 16.000 Euro vor allem ein Jahr lang Beratungsleistungen der ALTRAN-Experten im Gegenwert von bis zu einer Million Euro. Die Auswahl war der Jury unter dem Vorsitz von Leopold Demiddeleer nicht leicht gefallen: Eingereicht worden waren Beiträge mit den verschiedensten technologischen Ansätzen zur Kohlenstoffdioxid-Reduktion, darunter CO2-Speicher, innovative magnetokalorische und photosynthetische Verfahren. "Wir haben 2008 17% mehr Einreichungen bekommen als im Vorjahr", so Christian Le Liepvre, "viele davon auf technologisch sehr hohem Niveau." Diesmal wurde unter den sechs Finalisten zum ersten Mal außerdem ein Sonderpreis vergeben, über den die 18.000 ALTRAN-Mitarbeiter weltweit abgestimmt hatten: Sie zeichneten Siglinda Perathoner (Universität Messina) aus, die ein photoelektrokatalytisches Verfahren zur Rückumwandlung von CO2 in Flüssigkraftstoffe vorlegte. Bei Raumtemperatur und unter Druck mit Hilfe von Sonnenlicht und Wasser kann das Kohlenstoffdioxid wieder in Kohlenwasserstoffe und Alkohole transformiert werden. Stiftungs-Präsident Le Liepvre resümiert abschließend: "Im Grunde genommen sind alle sechs Finalisten Gewinner, weil sie durch den Wettbewerb große Bekanntheit erlangt haben und sie alle sehr innovative und vielversprechende Ansätze haben." Über ALTRAN Die ALTRAN Group wurde 1982 in Paris gegründet und ist heute mit zahlreichen Standorten in 20 Ländern und 18.000 Mitarbeitern europäischer Marktführer im Technologie- und Innovationsconsulting. ALTRAN berät seine Kunden in allen Phasen des Projektlebenszyklus und betreut Innovationen von der Entwicklung bis zur Serienreife in High-Tech-Bereichen wie Automotive, Luft- und Raumfahrt, IT, Energietechnik, Telekommunikation, Medizintechnik und Optik. Im Geschäftsjahr 2009 hat ALTRAN einen Gesamtumsatz von 1,65 Milliarden Euro erwirtschaftet. In Deutschland zählt die Technologieberatung rund 1.300 Mitarbeiter und 16 Standorte. Der deutsche Unternehmenssitz befindet sich in Frankfurt am Main. Über die ALTRAN Foundation for Innovation Die gemeinnützige Stiftung wurde 1996 in Paris gegründet und schreibt seit 1997 jährlich zu einem aktuellen Thema einen internationalen Preis aus. Damit möchte ALTRAN seiner gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen, technologische Entwicklungen im Dienste der Allgemeinheit zu fördern. Die Weiterentwicklung des Siegerprojekts wird von Consultants der Technologieberatung über die Dauer von einem Jahr fachlich und strategisch in einem Gegenwert von einer Million Euro unterstützt. Außerdem erhalten die Sieger eine Prämie von 16.000 Euro. http://www.altran-foundation.com
Quelle: http://altran.de/index.php/de/m-tec/m-news/m-news-news/111-mit-bambus-gegen-die-globale-erwaermung-
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Finanzkrise
Die Liste der Reaktionen, mit denen man dem ganzen Finanz-Theater inzwischen noch begegnen kann, wird kontinuierlich kürzer:
ungläubiges Kopfschütteln amüsiertes Schulterzucken - ausdauerndes Verfolgen der Nachrichtenlage unter größtmöglicher Ausblendung der Mainstream Medien
- eine gute Portion Angewidertheit (gibt es das Wort überhaupt?)
- hoffen, dass es soetwas wie Karma gibt und die Verantwortlichen im nächsten Leben als Versuchskaninchen oder Robbe in Kanada wiedergeboren werden
- das Erstellen eines persönlichen Notfallplans.
Zurück zum Schmuddelfilm. Nicht nur, dass vor ein paar Tagen einer dieser ominösen "Whistleblower" schonmal vorab Ergebnisse des Banken-Stresstests verraten hatte. Die Details waren verheerend: ein Großteil der Banken (17 von 19, wenn ich mich recht erinnere) ist eigentlich pleite und überlebt nur mit Hilfe von Bilanzierungstricks und frisch gedrucktem Geld von der FED. Gehen auch nur 2 dieser 17 Banken in die Insolvenz wäre das gesamte Budget des US-Bankenrettungsschirms restlos aufgezehrt. Toll, oder? Ist aber alles nicht so wild. Der Whistleblower hat falsch getrötet, in Wahrheit ist der Stresstest wohl alles andere als stressig gewesen, siehe unten. Mir kommt es inzwischen immer mehr so vor, als würde hier auf Zeit gespielt. Dieses Bauchgefühl ist nichts neues, nur verschärft es sich von Monat zu Monat. Das Problem an dieser These: "Auf Zeit spielen" bringt einen unmittelbar zu der bangen Frage: Was kommt nach Ablauf selbiger? Quelle: http://preview.tinyurl.com/orxyxc Kommentar Ein Stresstest wie ein Schmuddelfilm von Tobias Bayer (Frankfurt) Nackte Tatsachen ohne Handlung: Die Resultate der Bankprüfung liegen vor. Damit geht ein regelrechtes Schmierentheater zu Ende, das die Amerikaner der Öffentlichkeit wirklich hätten ersparen können. Denn die eigentlichen Aufgaben kamen zu kurz.
Silvio Berlusconi und Timothy Geithner scheint auf den ersten Blick nicht allzu viel miteinander zu verbinden. Doch eine genauere Analyse legt erstaunliche Parallelen offen: Italiens Premierminister und der US-Finanzminister haben nicht nur beide Stress - der erste mit seiner Frau, der zweite mit seinen Banken -, beide leben ihren inneren Tumult am liebsten über die Medien aus.
Mag es obszön wirken, wenn Berlusconi in der Sendung "Porta a Porta" abstreitet, entgegen den Anschuldigungen seiner Frau nicht mit einer Minderjährigen verkehrt zu haben, so macht Geithner keine wirklich bessere Figur, wenn er einen Tag vor Bekanntgabe der Stresstestresultate in der "New York Times" und auf "PBS" die Stärke des Bankensystems lobt. Da strotzt es nur so vor virilen Vokabeln: "dramatic action", "exceptional assessment", "hundreds of supervisors", "rigorously reviewing", "strict", "lifting the fog of uncertainty". Eine Übersetzung ist unnötig, denn die Botschaft an Fernsehzuschauer und Zeitungsleser ist selbsterklärend: Wenn Berlusconi der beste Papi auf Erden ist, dann haben Geithners 19 Banken schlichtweg nicht nur die längsten Hochhäuser, sondern bald auch die dicksten Kapitaldecken.
"Sexy Banks in transparenten Pants" Um 17 Uhr Ortszeit Washington, als die US-Notenbank Federal Reserve endlich die Resultate des Stresstests veröffentlichte, führte ein Schmierentheater den letzten Akt auf. Wie bei einem Schmuddelstreifen, bei dem die Handlung entweder stört, schon absehbar oder erst gar nicht vorhanden ist, interessierten die eigentlichen Details niemanden mehr sonderlich. Die Hose hatten alle 19 Banken schon vor der offiziellen Verkündung heruntergelassen.
Über das "Wall Street Journal", "CNBC", "ABC", Bloomberg, Reuters und andere Kanäle waren sukzessive nackte Tatsachen an die Öffentlichkeit gelangt. 10 Mrd. $ hier, 35 Mrd. $ da, da noch eine Milliarde - jede Meldung ein kleiner Testballon, wie der Zuschauer reagiert. Schockiert? Angewidert? Sofort weggezappt? Allein die Quote zählt. Und da hatte Geithner schließlich Erfolg: Der mittelmäßige Streifen "Sexy Banks in transparenten Pants" löste bereits vor Sendetermin Euphorie aus, der Stoxx 600 schoss am Donnerstag erst regelrecht durch die Decke, bevor die Kurse wieder abknickten.
Wann setzt endlich die Handlung ein? Was bleibt, ist ein schales Gefühl. Einsam im Fernsehsessel, beschleicht einen der Verdacht, sowohl mit "Porta a Porta" als auch mit Geithners Bankenfilmchen wertvolle Zeit vergeudet zu haben. Der eine regiert auf dem Stiefel einen Stiefel zusammen und lenkt mit seinen Ehequerelen nur ab, der andere motzt in einem fragwürdigen Verfahren ein Finanzsystem auf, dessen Glaubwürdigkeit enorm angekratzt ist.
Was fehlt in der gesamten Kreditkrise, ist eine Regierung, die mit eitlen, aktionsarmen Lustspielchen aufhört. Das bedeutet: Geldhäuser staatlich übernehmen, schrumpfen und - wenn sich kein privater Käufer findet - schließen. Eine Variante lautet: Eine insolvente Bank in einen guten und schlechten Teil aufspalten. Nicht nur würden Aktionäre und Gläubiger anstelle des Steuerzahlers rasiert. Der Vorteil läge auch darin, die problematischen Wertpapiere von dem gesunden Kern zu trennen. Statt dem ewigen Schwätzer Berlusconi nachzueifern, sollte sich Geithner besser ein Beispiel an Theodore Roosevelt nehmen. Der frühere US-Präsident sagte einst: "Speak softly and carry a big stick." Das ist genau das Gegenteil dessen, was gerade vorgeführt wurde.
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