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Geschrieben am 23 April 2010 - 0 Kommentar(e) [ Kommentar ] - 0 Trackback(s) [ Trackback ]
 
Mit Verunsicherung haben Anleger am Donnerstag auf neue Daten zum griechischen Staatsdefizit reagiert. Der Dax drehte ins Minus, der Euro geriet unter Druck. Als Folge wächst auch die Skepsis vor dem ebenfalls hoch verschuldeten Portugal.
 
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Gut abzulesen ist das an den fünfjährigen portugiesischen Credit Default Swaps (CDS). Die verteuerten sich auf ein Rekordniveau von 245,3 Basispunkten. Mit diesen Finanzderivaten lassen sich Ausfallrisiken für Kredite und Anleihen absichern. Steigen die CDS-Preise, dann signalisiert das dem Markt ein zunehmende Ausfallrisiken. Schon an den Vortagen hatten sich die Ausfallprämien Portugals neben denen Griechenlands auffallend erhöht.

Auslöser für die neuen Ängste war eine Schätzung des europäischen Statistikamtes Eurostat. Demnach beträgt die Verschuldung Griechenlands rund 273 Milliarden Euro. Die Neuverschuldung im Vorjahr lag bei 13,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die Regierung in Athen war bisher von 12,7 Prozent ausgegangen - und hatte damit im Vorjahr bereits die Prognose ihrer Vorgänger deutlich angehoben und die Diskussion um die Zahlungsfähigkeit Griechenlands ausgelöst.

Gibt es eine Kettenreaktion?
Devisenhändlern zufolge sorgte für weitere Verunsicherung, dass Eurostat Vorbehalte über die Qualität der vorliegenden Daten anmeldete. "Es verdichten sich die Anzeichen, dass Griechenland wesentlich mehr Geld benötigt als bislang angenommen", kommentierte Händler Stefan Söllner von der Postbank. Sollten die Schulden tatsächlich außer Kontrolle geraten, wäre das "verheerend".

Unruhe schürte auch, dass das irische Budgetdefizit mit 14,3 Prozent des BIP deutlich höher als erwartet lag. "Da ist in der Euro-Zone wohl noch mehr in der der Pipeline, die Probleme bleiben nicht auf Griechenland beschränkt", kommentierte ein Devisenhändler.

Neben Griechenland und Irland ächzen eben auch Spanien und Portugal unter einem erdrückenden Schuldenberg. Die Angst wächst, dass eine offizielle Staatspleite eine Kettenreaktion auslösen könnte.
 
 
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