Währungen
12. April 2010, 07:18 Uhr
Die Finanzminister der Euro-Länder gehen auf Nummer sicher. Mit dem 30-Milliarden-Paket für Griechenland kommt unmittelbar Bewegung in die Finanzmärkte. Der Euro macht einen Sprung nach oben und auch die Konditionen für Griechen-Anleihen dürften sich verbessern. Der IWF könnte die Lage noch weiter aufhellen.

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Die europäische Einheitswährung Euro hat über das Wochenende deutlich zugelegt
Die Europäische Union ist großzügig: Gemeinsam mit dem Internationalen Währungsfonds hat die Gemeinschaft dem hoch verschuldeten Griechenland als Notfallhilfe mehr Geld in Aussicht gestellt, als der Euro-Staat offiziellen Angaben zufolge in diesem Jahr noch braucht.
Nach den Turbulenzen auf den Finanzmärkten braucht die Regierung in Athen dringend eine Atempause und die Gemeinschaft geht auf Nummer sicher dabei. Das Angebot der Euro-Partner dürfte die Risikoaufschläge, die Griechenland zuletzt den Investoren für frisches Geld zahlen musste, am Montag schrumpfen lassen. Das Euro-Land ist bei dieser Rückendeckung nicht mehr gezwungen, hohe Strafzinsen des Marktes zu akzeptieren.
Der Euro hat dank des Rettungspakets für das hoch verschuldete Griechenland zugelegt. Die Gemeinschaftswährung kletterte am Montagvormittag im fernöstlichen Devisenhandel auf den höchsten Stand seit fast vier Wochen. Der Euro kostete 1,3665 Dollar nach 1,3488 Dollar am Freitag in New York. Zum Yen notierte der Euro bei 127,17 Yen. Der Dollar kostete 93,19 Yen.
Das Notfall-Kreditpaket der Euro-Zone für das schuldengeplagte Griechenland garantiert nach Einschätzung von EZB-Ratsmitglied Lorenzo Bini Smaghi die Stabilität des Euro. Die Einigung habe in Europa das verhindert, was in den den USA durch die Lehman-Pleite passiert sei, sagte Bini Smaghi der italienischen Zeitung „Corriere della Sera“. „Der Euro gründet auf dem Prinzip, dass derjenige, der Fehler macht, für die Folgen aufkommt und seinen Kurs ändern muss. Wir haben Griechenland geholfen, das zu tun, und das garantiert die Stabilität der Währung.“ Ohne die Einigung hätten andere Länder und Institutionen von der Krise angesteckt werden können, sagte er.