0,25-Liter-Behälter
12. März 2010, 16:53 Uhr
Um die Dose steht es schlecht. Ihr Marktanteil ist seit 2003 ins Bodenlose gefallen, bei Coca-Cola macht sie nur noch ein Prozent vom Gesamtabsatz aus. Doch nun plant der Getränkeriese das Comeback – eine Mini-Dose soll das Geschäft in Kiosken beflügeln. Wäre da bloß nicht das Einwegpfand.

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Die neue Cola-Dose: Kann sie sich trotz Pfand durchsetzen?
Der Getränkeriese Coca-Cola nimmt sieben Jahre nach Einführung des Einwegpfands einen neuen Anlauf für ein Comeback der Dose. Von April an sollen die 0,25-Liter-Behälter in Kühlregalen von Supermärkten, Bäckereien und Kiosken bundesweit zu kaufen sein, wie die Deutschlandtochter des US-Konzerns am Freitag ankündigte. Die kleinere Verpackung soll den Absatz deutlich ankurbeln und ergänzend zu den bisherigen 0,5-Liter-Mehrwegflaschen vorerst nur für die Sorte Coca-Cola angeboten werden. Das 2003 eingeführte Einwegpfand hat den Dosenanteil bei Coca-Cola von einst mehr als zehn Prozent auf aktuell weniger als ein Prozent am gesamten Absatzvolumen schrumpfen lassen.
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Mit den Dosen sollten neue Kunden vor allem für den Unterwegs-Kauf gewonnen werden, erklärte Marketingdirektor Thomas Gries. Sie seien kleiner und leichter als bisherige Getränkeverpackungen. Zur Fußball- Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland hatte Coca-Cola bereits 0,33- Liter-Dosen in den Handel gebracht. Diese werden aber überwiegend nicht in den Kühlregalen, sondern den normalen Getränkeabteilungen der Supermärkte verkauft, teils in Sechser-Packs. Die neuen Dosen sollen im Werk in Dorsten (Nordrhein-Westfalen) abgefüllt werden. Beim Kauf sind 25 Cent Pfand fällig.
Das Unternehmen machte keine näheren Angaben dazu, mit wie vielen Dosen die Markteinführung starten soll. Geplant sind Werbeaktionen mit rund 20 Millionen Gratis-Proben bis zum Jahresende, unter anderem zur Fußball-WM in Südafrika.
Coca-Cola verkauft in Deutschland mehr als 70 Getränkesorten in Glas- und Kunststoffflaschen sowie in Dosen. Der Mehrweganteil am gesamten Absatz lag nach Unternehmensangaben im vergangenen Jahr bei etwa 70 Prozent.