Weltweite Unterstützung hat geholfen: Der australische Banker Dave Kiely wird nicht gefeuert. Er hatte während der Arbeit Nacktfotos am Computer angeklickt – und ein Millionenpublikum am TV sah zu.
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David Kiely, Miranda Kerr, ablenkender Kollege, Martin Lakos (v.l.n.r.) Wen interessiert schon der Leitzins, wenn im E-Mail-Eingang Hübscheres wartet? Das dachte sich wohl auch der australische Bankmitarbeiter Dave Kiely, der am Dienstag auf seinem Bürorechner ein paar freizügige Fotos anschaute. Ärgerlich nur, dass er dabei genau im Schussfeld einer Fernsehkamera saß – so wurden die Nacktbildchen samt Betrachter zum unfreiwilligen Hintergrund einer Liveübertragung in den Nachrichten des australischen Fernsehens.
Im Vordergrund wurde Kielys Kollege Martin Lakos nämlich gerade vom Sender "Seven" interviewt. Kielys Arbeitgeber, die Macquarie-Bank, fand den schlüpfrigen Zusatz zunächst vermutlich nicht besonders lustig. Im Gegensatz zu mehreren Millionen Internetnutzern weltweit: Ein Youtube-Clip mit dem Mitschnitt der Live-Schaltung verbreitete sich in Windeseile um die Welt. Und Kiely hatte nicht nur viele Lacher, sondern auch Sympathisanten auf seiner Seite.
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Internationale Sympathie
Das Londoner Finanzportal "Here is the City" startete eine Online-Kampagne, um dem bedrängten Banker seinen Job zu erhalten. Auf diese Weise bekam die Macquarie-Pressestelle haufenweise E-Mails, in denen die Surfer forderten "Schmeißen Sie Dave Kiely nicht raus!"
Auch die Dame des Anstoßes, das australische Model Miranda Kerr, schaltete sich in die Unterstützungsaktion ein. "Ich habe erfahren, dass es eine Petition zur Rettung seines Jobs gibt, und natürlich werde ich die unterzeichnen", sagte Kerr gegenüber australischen Medien.
Ein Banker schrieb dem "Save Dave"-Rettungsteam: "Eure Kampagne hat Kollegen rund um die Welt angeregt. Schließlich hat unsere Branche eine schwierige Zeit hinter sich. Macquarie war ganz sicher überwältigt von der starken öffentlichen Unterstützung."
Dave ist safe
Offensichtlich ja, denn am Freitag teilte die Bank mit: "Er wird ein Mitarbeiter von Macquarie bleiben. Unser Haus und die Angestellten entschuldigen sich für den Anstoß, den er möglicherweise erregt hat."