Kommentar Von Thomas Exner 7. Mai 2010, 13:39 Uhr Der Dow Jones verliert innerhalb von Minuten 1000 Punkte und kassiert dann einen großen Teil der Verluste wieder ein. War alles nur das Versehen eines Einzelnen? Alles spricht für einen Tippfehler. Doch die irre Fahrt der Kurse offenbart, wie nervös die Märkte sind. Zeit für die EZB, ein Tabu zu brechen. Ja, es wird wieder aufwärts gehen Nein, die Talfahrt geht weiter 1613 abgegebene StimmenVielleicht war der größte Kursrutsch in der Geschichte der Wall Street wirklich Resultat eines simplen Tippfehlers. Dann wäre in der Tat zu fragen, warum es offenbar keinerlei Sicherungsmechanismen für eine solche Panne gibt. Denn es ist schlicht inakzeptabel, dass die Vermögen von zig Millionen Sparern und Anlegern weltweit jederzeit völlig ungeschützt dem unkontrollierten Spiel von automatisch reagierenden Handelssystemen auszusetzen. Wer das Problem des jüngsten Kurzfrist-Crashs nun aber allein auf solche Unzulänglichkeiten reduziert, der irrt. Denn ohne die tiefe Verunsicherung über die Verschuldung in Europa und die Stabilität des Euros wäre eine solche Panik am Markt kaum vorstellbar gewesen. Mit den Ereignissen an Wall Street ist offensichtlich geworden, was sich hinter den Kulissen seit Wochen aufgebaut hat: Griechenland und die europäische Schuldenlast sind kein regionales Problem mehr, sondern haben sich zu einem globalen Risiko ausgewachsen. Und dies gleich auf zweifache Weise. Zum einen über das Bankensystem. Inzwischen ist der Markt des Geldverleihs zwischen den Banken, der nach der Lehman Pleite nur mühselig in Gang gekommen war, wieder fast komplett zum Erliegen gekommen. Zum anderen über die konjunkturellen Wirkungen. Die Krise der Staatsfinanzen in Europa droht schlicht zur Gefahr für die globale Wachstumsstory zu werden. Um diese Krise noch in den Griff zu bekommen, werden die Europäer wohl noch manches aufgeben müssen – selbst das Tabu, dass die EZB direkt mit dem Aufkauf von Anleihen interveniert. Die Illusion, es alleine zu schaffen, ist jedenfalls bereits gestern Abend geplatzt als sich der amerikanische Präsident genötigt sah, die taumelnden Märkte zu beschwichtigen.
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von Stefan Wolff, ARD-Börsenstudio Die Rating-Agentur Standard & Poor’s hat sich die Kreditwürdigkeit der so genannten "Wackelkandidaten" im Euroraum vorgeknöpft. Nach Griechenland und Portugal musste nun auch die Bonität Spaniens Federn lassen. "Kill the PIIGs" könnte man das Spiel nennen, das bei S&P gerade läuft. Es werden Wetten angenommen, welchem Land die Ratingagentur als nächstes die Refinanzierungskosten hochtreibt. Irland? Oder doch lieber Italien? Natürlich ächzen alle Staaten derzeit unter den Lasten, die ihnen die Finanzkrise aufgebürdet hat. Doch auf der iberischen Halbinsel stehen die Zeichen schon wieder auf Wachstum.
Beim Blick auf die aktuellen Länder-Ratings fällt auf, dass S&P bei Italien, Spanien. Portugal und Griechenland deutlich negativer gestimmt ist als die Kollegen von Fitch und Moody’s. Moody’s lässt sogar für Griechenland das "A"-Rating unangetastet. Kein Wunder, denn bislang ist es noch zu keinerlei Zahlungsausfällen innerhalb der Euro-Währungsgemeinschaft gekommen. Übervorsichtige Analysten Fast scheint es so, als lasse S&P bei seinen aktuellen Ländereinschätzungen übergroße Vorsicht walten. Das war in anderen Fällen nicht immer so. Die Lehman Brothers kollabierten mit einem "A+"-Label von S&P, auf dem die Druckerschwärze noch nicht ganz trocken war. Und all die toxischen Immobilienpapiere, die das Finanzsystem an den Rand einer Kernschmelze brachten, hüpften allesamt mit erstklassigen Bonitätsnoten versehen in den Abgrund.
Bleibt die Frage, wie lange der Schwanz mit dem Hund wedelt. Die Forderungen nach einer europäischen Rating-Agentur werden langsam in der Politik laut, so gefühlte 20 Jahre, nachdem Finanzexperten das US-amerikanische Monopol auf Ratings in Frage gestellt haben. Aber es sollte in der Tat passieren. Konkurrenz belebt das Geschäft, und wenn es wirklich gelänge, eine unabhängige Organisation zu installieren, wäre viel gewonnen. Vielleicht könnte man dann auch mal ein realistisches Rating für die USA erhalten, denn da trauen sich alle drei Platzhirsche nicht ran. Zaudernde Politiker Schön, dass nun auch seitens der Politik ein wenig Bewegung in die Sache kommt. Die Aschewolke des Ejafjälla zwang die EU-Verkehrsminister schon nach fünf Tagen ans Telefon. Die Finanzminister brauchen da schon ein paar Tage mehr. Nachdem unsere Bundeskanzlerin durch ihre zaudernde Haltung die Refinanzierungskosten der betroffenen Länder mit in die Höhe treiben half, hält sie nun das Heft in der Hand.
Vorher aber muss noch schnell die Wahl in Nordrhein-Westfalen gewonnen werden. Erst danach wird man erfahren, was für Griechenland getan wird (und übrigens auch, welche Sparmaßnahmen der deutsche Finanzminister plant). Man muss halt Prioritäten setzen. NRW gerettet, Europas Wirtschaft mit dem Rücken an der Wand. Die derzeitige Politik sagt sehr viel über die Geisteshaltung unserer Eliten aus.
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Quartalszahlen 27. April 2010, 08:04 Uhr Was für ein Ergebnis: Die Deutsche Bank hat im vergangenen Quartal einen Gewinn von knapp zwei Milliarden Euro eingefahren – und damit alle Erwartungen übertroffen. Die Investment-Sparte erzielte das beste Ergebnis ihrer Geschichte. Trotzdem spricht Vorstandschef Josef Ackermann von großen Unsicherheiten.  Foto: dpa/DPA Die Deutsche Bank hat ihren Gewinn zum Jahresauftakt deutlich gesteigert und die Erwartungen von Analysten deutlich übertroffen. Das größte deutsche Geldhaus verdiente im ersten Quartal vor Steuern 2,8 Milliarden Euro, eine Milliarde mehr als vor Jahresfrist, wie die Deutsche Bank mitteilte. Nach Steuern stand ein Gewinn von 1,8 (Vorjahreszeitraum: 1,2) Milliarden Euro in den Büchern. Viele Experten hatten nur mit einem Vorsteuerergebnis von knapp zwei Milliarden Euro und einem Gewinn von rund 1,4 Milliarden Euro gerechnet. „Entscheidend für das gute Ergebnis im ersten Quartal 2010 war unser Geschäft im Investmentbanking“, sagte Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann. Die Sparte habe mit einem Vorsteuergewinn von 2,7 Milliarden Euro so viel verdient wie noch wie in einem Quartal. Ackermann bekräftigte das Ziel der Bank, bis 2011 ein Ergebnis vor Steuern von zehn Milliarden Euro zu erreichen. Investment-Banking bezeichnet die Vermögensverwaltung von Kunden, den Handel mit Wertpapieren oder auch die Vorbereitung von Börsengängen für Unternehmen. Die Bank warnt aber vor Unsicherheiten. „Im ersten Quartal 2010 hat sich die Weltwirtschaft spürbar stabilisiert, auch wenn noch einige Risiken verbleiben“, sagte Ackermann laut Mitteilung. „Die wirtschaftlichen Aussichten sind weiterhin durch ein hohes Maß an Unsicherheit geprägt“, schrieb er in einem Brief an die Aktionäre. Außerdem rücke der Ausstieg aus der aktuell sehr expansiven Geld- und Zinspolitik sowie anderen staatlichen Stützungsprogrammen immer näher. Hinzu komme, dass derzeit nicht absehbar sei, wie und wann die strengeren regulatorischen und fiskalpolitischen Maßnahmen umgesetzt würden. Ackermann sprach sich erneut für eine international koordinierte Vorgehensweise aus.
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Gewinn 27. April 2010, 12:07 Uhr Neue Zuversicht bei Daimler: Der Autobauer hat im ersten Quartal einen Gewinn von 612 Millionen Euro verbucht – und damit eine lange Durststrecke beendet. Auch für das Gesamtjahr erwartet das Management nun glänzende Geschäfte. Allerdings gab es zuletzt Kritik an der Informationspolitik des Konzerns.  Foto: REUTERS Daimler: Dieter Zetsche kann endlich wieder ordentliche Zahlen vorweisen Der Autobauer Daimler hat nach einem Gewinnsprung in den Kernsparten Pkw und Lkw seine Erwartungen für das laufende Jahr deutlich nach oben geschraubt. 2010 sei im Konzern ein operativer Gewinn von mehr als vier Milliarden Euro zu erwarten, teilte der Stuttgarter Autohersteller mit. Bislang hatte Daimler für dieses Jahr lediglich einen Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) in Höhe von mehr als 2,3 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. „Dieses sehr gute Ergebnis im ersten Quartal zeigt, dass wir in der Krise unsere Hausaufgaben erledigt haben und jetzt mit Schwung auf den Erfolgspfad zurückgekehrt sind“, begründete Zetsche seine ambitionierten Ziele. FDP-Finanzexperte Frank Schäffler hatte in diesem Zusammenhang die Informationspolitik des Autobauers bereits scharf kritisiert. Die "Rheinische Post" zitierte aus einem Brief Schäfflers an den Chef der Finanzaufsichtbehörde Bafin, Jochen Sanio, wonach geklärt werden solle, ob der Autobauer die Aktionäre auf der Hauptversammlung unzureichend informiert habe. Auf der Versammlung am 14. April habe Daimler die Prognose für den Konzerngewinn (Ebit) im laufenden Geschäftsjahr mit etwa 2,3 Milliarden Euro angegeben, schrieb Schäffler dem Blatt zufolge. Fünf Tage später sei der Gewinn in einer Ad-hoc-Mitteilung des Konzerns um mindestens 50 Prozent nach oben angepasst worden. Das Konzernergebnis verbesserte sich im ersten Quartal dank geringerer Personalkosten und höherer Verkaufszahlen auf 612 Millionen Euro. Vor Jahresfrist hatte Daimler in den Monaten Januar bis März noch einen Verlust von 1,3 Milliarden Euro eingefahren, da Fahrzeuge auf Halde produziert wurden und sich keine Käufer dafür fanden. Daimler werde mit seiner Pkw-Markengruppe 2010 doppelt so schnell wachsen wie der weltweite Markt, versprach der Autobauer und stellte damit einen Pkw-Absatzzuwachs um sechs bis acht Prozent in Aussicht.
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  Das OLG ließ eine Revision vor dem Bundesgerichtshof zu. Der langwierigen juristischen Auseinandersetzung über die Zertifikate der insolventen US-Investmentbank Lehman Brothers hat das Hanseatische Oberlandesgericht (OLG) am Freitag ein vorläufiges Ende gesetzt. Das Urteil in zwei Fällen: Die Käufer von Lehman-Papieren haben keinen Anspruch auf Schadenersatz von der beratenden Hausbank Hamburger Sparkasse (Haspa). Die beiden rechtlich kritischen Punkte waren die Gewinnmarge der Bank und Information über eine fehlende Einlagensicherung für die Lehman-Zertifikate. Der Vorsitzende Richter sagte, die Anleger seien sehr wohl darüber aufgeklärt worden, dass sie bei einer Pleite der Lehman-Bank ihr Geld verlieren könnten. Das hatten die Anleger bestritten. Kunden müssten aber davon ausgehen, dass eine Bank beim Verkauf eines Finanzproduktes auch Geld verdienen wolle, sagte der Richter. Es sei "mit unserem Wirtschaftssystem nicht vereinbar, solche Geschäftsinterna offenzulegen". Die Bank hatte nach eigenen Angaben in einem Prospekt zu dem verkauften Zertifikat klargemacht, dass sie an dem Produkt verdiene. Anwälte wollen in Revision gehenDie Berufungsinstanz kassierte mit ihrer Entscheidung zwei anderslautende Urteile des Landgerichts der Hansestadt. Nachdem die zwei Schadenersatzprozesse vor dem OLG im Januar 2010 eröffnet worden waren, hatte der Vorsitzende Richter bereits deutlich gemacht, dass er der Begründung der ersten Instanz im Wesentlichen nicht folgen werde. Die Revision vor dem Bundesgerichtshof wurde den Angaben zufolge zugelassen. Die Kläger haben somit die Chance, weiter um einen Schadenersatz zu kämpfen. Deren Anwälte kündigten an, den Weg nach Karlsruhe gehen zu wollen.  Falls Sie Probleme mit dem Abspielen der Flash-Audio-Files haben, versichern Sie sich bitte, dass Sie die aktuellste Version des Flash-Plugins verwenden. Weitere Informationen und technische Hilfestellung erhalten Sie in unserem Bereich 'technische Hilfe', den Sie durch einen Klick auf das Fragezeichen erreichen. Landgerichte gaben Kunden rechtDie Lehman-Zertifikate waren nach der Pleite des US-Geldinstituts im September 2008 wertlos geworden. Zahlreiche Anleger fordern Schadenersatz von der Haspa. In erster Instanz hatten sie vor den Landgerichten überwiegend recht bekommen. Die Begründung lautete: Die Kunden seien über die Risiken der Anlage und die Gewinne der Haspa nicht ausreichend aufgeklärt worden. Ausreichend beraten oder nicht?Das OLG verhandelte zwei Fälle: In dem einen hatte ein Kläger im Dezember 2006 auf Empfehlung einer Haspa-Kundenberaterin Lehman-Zertifikate erworben. Er verlangte einen Schadenersatz von 10.000 Euro. Der Mann musste in dem Verfahren seine Anlagemotive und den Verlauf des Beratungsgesprächs ausführlich darlegen, ebenso wie seine Partnerin und zwei Anlageberater der Haspa. Dabei wurden Entscheidungen erörtert, die bis zu zehn Jahre zurücklagen. Der Pensionär gab an, er habe die Geldanlage damals für sicher gehalten. In dem zweiten Fall hatte eine Anlegerin im Oktober 2007 nach Beratung von einem Haspa-Filialleiter Lehman-Papiere erworben. Auch hier ging es um einen Streitwert von 10.000 Euro. Bei den vorliegenden Klagen seien die Kunden durchaus risikobewusst gewesen, sagte der Vorsitzende Richter. Das sei aus früheren Bankgeschäften der Kläger ersichtlich gewesen. Die Anleger allerdings hatten im Verfahren ausgesagt, sie hätten gar nicht verstanden, was ihnen verkauft wurde, sondern einfach auf den Berater vertraut. "Wenn die Kläger nicht verstanden haben, was sie da kaufen, warum in Gottes Namen haben sie es dann gekauft?", fragte der Richter. Bis zu 50.000 Betroffene in DeutschlandDie Haspa hat bereits an 1.000 Käufer der Lehman-Zertifikate freiwillig 9,5 Millionen Euro gezahlt. Insgesamt hatten 3.700 Kunden Papiere im Wert von 54 Millionen Euro über die Haspa erworben. Bundesweit laufen zahlreiche Verfahren wegen der Insolvenz von Lehman Brothers - die genaue Zahl ist unbekannt. Deutsche Banken hatten Zertifikate einer niederländischen Lehman-Tochter an Privatanleger vertrieben. Bundesweit soll es bis zu 50.000 Betroffene geben.
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Mit Verunsicherung haben Anleger am Donnerstag auf neue Daten zum griechischen Staatsdefizit reagiert. Der Dax drehte ins Minus, der Euro geriet unter Druck. Als Folge wächst auch die Skepsis vor dem ebenfalls hoch verschuldeten Portugal. Gut abzulesen ist das an den fünfjährigen portugiesischen Credit Default Swaps (CDS). Die verteuerten sich auf ein Rekordniveau von 245,3 Basispunkten. Mit diesen Finanzderivaten lassen sich Ausfallrisiken für Kredite und Anleihen absichern. Steigen die CDS-Preise, dann signalisiert das dem Markt ein zunehmende Ausfallrisiken. Schon an den Vortagen hatten sich die Ausfallprämien Portugals neben denen Griechenlands auffallend erhöht. Auslöser für die neuen Ängste war eine Schätzung des europäischen Statistikamtes Eurostat. Demnach beträgt die Verschuldung Griechenlands rund 273 Milliarden Euro. Die Neuverschuldung im Vorjahr lag bei 13,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die Regierung in Athen war bisher von 12,7 Prozent ausgegangen - und hatte damit im Vorjahr bereits die Prognose ihrer Vorgänger deutlich angehoben und die Diskussion um die Zahlungsfähigkeit Griechenlands ausgelöst.
Gibt es eine Kettenreaktion? Devisenhändlern zufolge sorgte für weitere Verunsicherung, dass Eurostat Vorbehalte über die Qualität der vorliegenden Daten anmeldete. "Es verdichten sich die Anzeichen, dass Griechenland wesentlich mehr Geld benötigt als bislang angenommen", kommentierte Händler Stefan Söllner von der Postbank. Sollten die Schulden tatsächlich außer Kontrolle geraten, wäre das "verheerend".
Unruhe schürte auch, dass das irische Budgetdefizit mit 14,3 Prozent des BIP deutlich höher als erwartet lag. "Da ist in der Euro-Zone wohl noch mehr in der der Pipeline, die Probleme bleiben nicht auf Griechenland beschränkt", kommentierte ein Devisenhändler.
Neben Griechenland und Irland ächzen eben auch Spanien und Portugal unter einem erdrückenden Schuldenberg. Die Angst wächst, dass eine offizielle Staatspleite eine Kettenreaktion auslösen könnte.
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Kommentar zum Goldman-Fall Von Jörg Eigendorf 17. April 2010, 18:17 Uhr Die Luft für die US-Banken wird dünner. Die mächtige Börsenaufsicht SEC verklagt die Investmentbank Goldman Sachs. Das Geldinstitut soll Investoren beim CDO-Verkauf betrogen haben. Die Klage könnte nur der Auftakt für eine harte und zügig umgesetzte Regulierung der Branche sein, fürchten Finanzkreise.  Foto: AFP Goldman-Sachs-Stand auf dem Parkett der New Yorker Börse NYSE: Goldman Sachs soll Anleger geprellt haben. Die Börsenaufsicht SEC ermittelt Der Betrugsverdacht gegen das Wall-Street-Haus Goldman Sachs schürt die Angst vor neuen Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten. Nachdem die mächtige US-Börsenaufsicht SEC am Freitag die Investmentbank verklagt hatte, brachen weltweit die Aktienkurse großer Bankhäuser ein. Die Papiere von Goldman Sachs verloren bis zum Börsenschluss 13 Prozent, die der Deutsche Bank gaben mehr als sieben Prozent nach. Die Börsenaufsicht wirft Goldman Sachs vor, Groß-Investoren beim Verkauf von verbrieften Hypothekenkrediten (CDO) betrogen zu haben. Die Investmentbank habe dabei „wesentliche Informationen“ unterschlagen. Insgesamt haben die Investoren mehr als eine Milliarde Dollar mit den Papieren verloren.Der Fall ist für Deutschland brisant, da die Mittelstandsbank IKB aus Düsseldorf im April 2007 zu den Großabnehmern der Papiere gehörte. Die Tochter der staatlichen Förderbank KfW hat rund 150 Millionen Dollar in die CDOs investiert. Die IKB konnte im Sommer 2007 nur mit staatlicher Milliardenhilfe gerettet werden. Berlin erwägt nun ebenfalls rechtliche Schritte gegen Goldman Sachs: „Die Finanzaufsicht Bafin wird ein Auskunftsersuchen an die SEC stellen“, sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm der „Welt am Sonntag“. „Nach einer sorgfältigen Bewertung der Unterlagen werden wir rechtliche Schritte prüfen.“ Die US-Börsenaufsicht wirft Goldman Sachs vor, bewusst die Papiere vertrieben zu haben, obwohl von Anfang an klar gewesen sei, dass sie an Wert verlieren. Besonders heikel ist, dass der amerikanische Hedgefonds Paulson & Co. das Produkt mitkonzipiert haben soll, um danach auf dessen Verlust zu wetten. Goldman Sachs wehrt sich vehement gegen die Vorwürfe. Sie zähle selbst zu den Verlierern des Finanzgeschäfts. Den eingenommenen Gebühren von 15 Millionen Dollar ständen eigene Verluste von mehr als 90 Millionen Dollar auf die Papiere gegenüber, teilte das Haus mit. Finanzkreise fürchten nun, dass etliche Banken ins Visier der US-Börsenaufsicht geraten könnten. Zudem wird die Klage als ein Indikator dafür gewertet, dass Washington seine Vorschläge zur härteren Regulierung der Branche schnell durchsetzen will. „Die Finanzindustrie und ihre mächtige Lobby haben sich gegen den moderaten Schutz vor derartigen rücksichtslosen Risiken und schlechten Praktiken gewehrt, die zu dieser drastischen Krise geführt haben“, sagte US-Präsident Barack Obama am Samstag. Der einflussreiche amerikanische Banker Jamie Dimon forderte unterdessen in der „Welt am Sonntag“ die Politik auf, den Bankern einen Platz am Tisch zu gewähren. „Alle Probleme können geregelt werden, wenn vernünftige Menschen zusammensitzen“, sagte der Vorstandschef von JPMorgan Chase. In manchen Fällen fehle die Möglichkeit, „den Politikern unsere Standpunkte mitzuteilen und sie mit den richtigen Fakten zu versorgen.“
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Bankenskandal Von Sebastian Jost 18. April 2010, 17:57 Uhr Mit der Klage gegen Goldman Sachs verschärft sich der Druck auf die Bankenbranche. Nachdem die mächtige US-Börsenaufsicht wegen Betrugs gegen die Investmentbank klagt, prüfen auch Deutschland und Großbritannien rechtliche schritte. Die US-Bank weist die Vorwürfe zurück.  Foto: AFP Der Goldman-Stand auf dem Parkett der New Yorker Börse. Gegen das Geldinstitut werden schwere Vorwürfe erhoben Nach Betrugsvorwürfen der amerikanischen Börsenaufsicht steigt der politische Druck auf die Investmentbank Goldman Sachs, aber auch auf die Branche insgesamt. Die Regierungen Deutschlands und Großbritanniens wollen die Geschäfte des Hauses mit verschachtelten Hypothekenkrediten ebenfalls untersuchen und prüfen rechtliche Schritte. Mit dem komplizierten Finanzprodukt soll unter anderem die staatlich gestützte Mittelstandsbank IKB aus Düsseldorf Millionensummen verloren haben. Gleiches gilt für die niederländische ABN Amro, die später teilweise von der britischen Royal Bank of Scotland übernommen wurde. Die IKB war im Sommer 2007 in Schieflagen geraten, nachdem sie Milliarden in windige US-Hypotheken investiert hatte. Die Staatsbank KfW, damals Hauptaktionärin der Mittelstandsbank, musste einen Großteil der Milliardenverluste tragen. Rund 150 Mio. Euro hat die IKB nach SEC-Angaben mit dem von Goldman vertriebenen Vehikel verloren, mit dem die Investmentbank ihre Kunden getäuscht haben soll. Regierungssprecher Ulrich Wilhelm sagte der „Welt am Sonntag“, die Finanzaufsicht BaFin werde ein Auskunftsersuchen an die SEC stellen. „Nach einer sorgfältigen Bewertung der Unterlagen werden wir rechtliche Schritte prüfen.“ Großbritanniens Premierminister Gordon Brown forderte die britische Finanzaufsicht auf, die Vorgänge bei Goldman ebenfalls umgehend zu prüfen. „Hier ist mit Hunderten Millionen Pfund gehandelt worden, und es sieht so aus, als ob Leute über die Vorgänge in die Irre geführt wurden“, sagte Brown dem Fernsehsender BBC. Die SEC wirft Goldman Betrug bei der Vermarktung der sogenannten CDOs vor und hat daher eine Zivilklage gegen die Bank angestrengt. Goldman soll den Käufern wesentliche Informationen über das Finanzprodukt verschwiegen haben. Der SEC zufolge haben die Investoren durch das Geschäft mehr als eine Mrd. Dollar verloren. Nach Browns Angaben erwägen nun auch die Banken rechtliche Schritte. Die IKB war hierzu am Sonntag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. ´Goldman wies die Vorwürfe der SEC als „völlig unbegründet“ zurück. Im Umfeld der Bank hieß es, man werde durchaus prüfen, ob man den Investoren etwas verschwiegen habe, auch wenn man dies derzeit nicht erkennen könne. Analysten zufolge könnte auf Goldman nun eine Strafe in Milliardenhöhe zukommen. Zudem könnten auch andere Banken ins SEC-Visier geraten. Mit der Klage verschärfen die USA ihre Gangart gegen Personen und Unternehmen, die sie für die Finanzkrise mitverantwortlich machen. US-Präsident Barack Obama nutzte die Vorwürfe, um seinen Forderungen nach schärferen Regeln für die Finanzbranche Nachdruck zu verleihen. „Die Finanzindustrie und ihre mächtige Lobby haben sich gegen den moderaten Schutz vor derartigen rücksichtslosen Risiken und schlechten Praktiken gewehrt, die zu dieser drastischen Krise geführt haben“, sagte Obama. Er appellierte an die Opposition, das entsprechende Gesetz zur Regulierung der Banken rasch durch den Senat zu bringen. Die Republikaner stemmen sich bislang dagegen. Finanzminister Timothy Geithner gab sich am Sonntag zuversichtlich, dass der Senat in der kommenden Woche zustimmen werde. Allerdings wurden zentrale Forderungen Obamas in den Beratungen aufgeweicht.
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Aschewolke Von Ernst August Ginten 18. April 2010, 16:42 Uhr Verkehrsminister Peter Ramsauer wehrt sich gegen die Vorwürfe der Airlines, das Flugverbot sei überzogen. Der CSU-Politiker sagte der "Bild"-Zeitung, er halte sich "strikt an internationale Vorgaben" und sei kein "Panikminister". Durch das Verbot entsteht den Fluggesellschaften ein riesiger wirtschaftlicher Schaden.  Foto: dpa Verkehrsminister Peter Ramsauer informiert sich an der Wetterstation des Flughafens Hamburg über die Lage der Vulkanwolke. Der Luftraum über Europa wird noch für mehrere Tage geschlossen bleiben. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) geht davon aus, dass das derzeitige Flugverbot über Deutschland und weiten Teilen Europas als Folge des Vulkanausbruchs auf Island „witterungsbedingt auch noch für die nächsten Tage gilt“. Vereinzelt wurden zwar am Sonntag Flughäfen in Deutschland und Frankreich für vier Stunden und eingeschränkt freigegeben. Dies wurde von Branchenexperten als symbolischer Akt gewertet. Denn die Piloten müssen in der Regel sechs Stunden vor Abflug am Airport sein, um ihre Flüge vorzubereiten. In einem Interview mit der „Bild“-Zeitung wies der CSU-Politiker zugleich Kritik vonseiten der Fluggesellschaften an dem Flugverbot zurück. Er sei „kein Panikminister“, betonte Ramsauer. Er halte sich mit dem Flugverbot „strikt an internationale Vorgaben“, wie im Falle von Vulkanasche vorzugehen sei. Viele Fluggesellschaften in Europa machen unterdessen Druck auf ihre Regierungen und die Europäische Kommission. Sie halten die Sperrung fast des gesamten europäischen Luftraumes für überzogen und kritisieren das schlechte Krisenmanagement der Politiker. Derzeit besteht das Flugverbot europaweit nur auf Basis der Daten aus einer Computersimulation des Volcanic Ash Advisory Centre in London. Testflüge mit großen und kleinen Passagierjets am Samstag und Sonntag in verschiedene Höhen seien aber allesamt ohne Schäden absolviert worden, hieß es bei Lufthansa und Air Berlin. Auch andere europäische Airlines wie Air France KLM seien problemlos in der Luft gewesen. Falls bei dieser Datenlage nicht bald über die Aufhebung des Flugverbots entschieden wird, prüfe die Lufthansa, „ob Schadenersatz oder Ausgleichszahlungen von der Bundesregierung eingefordert“ werden, sagte Lufthansa-Sprecher Klaus Walther. Um das Chaos in der Luftfahrt in den Griff zu bekommen, sollen nun am Montag erstmals die europäischen Verkehrsminister tagen. Wie die spanische EU-Ratspräsidentschaft in Madrid mitteilte, soll die Sitzung um 18 Uhr per Videokonferenz abgehalten werden. Die Verkehrsminister wollen über die Folgen der Aschewolke nach dem Vulkanausbruch in Island beraten, sagte der spanische Verkehrsminister José Blanco. Außerdem soll über Alternativen zum Flugverkehr gesprochen werden. Denn nicht nur Passagiere stecken fest, sondern auch Waren wie Blumen, Lebensmittel wie Frischfisch oder das iPhone werden derzeit nicht mehr nach Europa geflogen. Air-Berlin-Chef Joachim Hunold hat unterdessen das bisherige Vorgehen der deutschen Behörden angesichts der Auswirkungen des Vulkanausbruchs in Island scharf kritisiert. Er vermisse einen Krisenstab des Bundesverkehrsministeriums, sagte Hunold. Außerdem forderte er eine zeitweise Aufhebung des Nachtflugverbotes, wenn wieder geflogen werden darf. Doch dies ist in Deutschland Ländersache. Ramsauer appellierte deshalb an die Länder, nach einer Entspannung der Lage auch die Möglichkeit einer vorübergehenden Lockerung von Nachtflugverboten in die Überlegungen mit einzubeziehen. Der Bundesverkehrsminister entscheidet zusammen mit der Deutschen Flugsicherung (DFS), ob und wann der Luftraum über Deutschland wieder freigegeben werden kann. Aller Voraussicht nach wird er aber frühestens ab Dienstag den Airlines eine Flugerlaubnis erteilen. Ramsauer hat angekündigt, dass zuvor am Montagabend ein Messflugzeug mit Wissenschaftlern des Instituts für Atmosphärenphysik in Oberpfaffenhofen starten wird, um Daten zur weiteren Entscheidungsfindung zu sammeln. Wenn erst in einigen Tagen wieder geflogen werden darf, könnte es für einige europäische Fluggesellschaften finanziell sehr schnell eng werden. Viele bezahlen Kerosin und andere Kosten aus den laufenden Einnahmen. Je geringer die Rücklagen sind, umso schwieriger dürfte es für einige werden, ihre derzeit am Boden stehenden Flotten wieder in die Luft zu bringen.'Das VAAC in London überwacht die Bewegungen von Vulkanasche-Wolken für die internationale Luftfahrt.','Es ist Teil eines weltweiten Netzwerkes von insgesamt neun Zentren, die von der internationalen Luftfahrtorganisation International Civil Aviation Organization (ICAO) ins Leben gerufen wurden.','Neben London gibt es unter anderem noch Standorte in Washington, Buenos Aires, Toulouse und Montreal.','Die Wissenschaftler der Vulkanasche-Beratungszentren beobachten rund um die Uhr mit Hilfe von Satellitenbildern und Wetterdaten, ob ein Vulkan Asche spuckt.','Ist eine Wolke entdeckt, wird ihre Bewegung im Luftraum verfolgt und vorhergesagt. Dafür nutzen die Forscher Modelle und Computersimulationen.','Datengrundlage sind neben Satellitenbildern und Wetterdaten auch Messergebnisse und Beobachtungen verschiedener anderer Vulkanbeobachtungs- und Luftfahrtorganisationen sowie Berichte aus Flugzeugen, die in der Luft sind.','Besteht Gefahr für Flugzeuge durch Vulkanasche in der Luft, gibt das Zentrum Warnungen heraus. Das Londoner Zentrum ist für den britischen Luftraum, Island und den nordöstlichen Teil des Atlantiks zuständig.','Es gehört zum britischen Wetterdienst und damit zum Verteidigungsministerium.' ); var hideTextAds = false; var hideTextAdReload = true; var showTextBanner = false; adCount[1] = "4"; adCount[3] = "2"; galleryChannel[1] = "wirtschaft"; galleryChannel[3] = "wirtschaft"; // -->
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Währungen 12. April 2010, 07:18 Uhr Die Finanzminister der Euro-Länder gehen auf Nummer sicher. Mit dem 30-Milliarden-Paket für Griechenland kommt unmittelbar Bewegung in die Finanzmärkte. Der Euro macht einen Sprung nach oben und auch die Konditionen für Griechen-Anleihen dürften sich verbessern. Der IWF könnte die Lage noch weiter aufhellen.  Foto: dpa Die europäische Einheitswährung Euro hat über das Wochenende deutlich zugelegt Die Europäische Union ist großzügig: Gemeinsam mit dem Internationalen Währungsfonds hat die Gemeinschaft dem hoch verschuldeten Griechenland als Notfallhilfe mehr Geld in Aussicht gestellt, als der Euro-Staat offiziellen Angaben zufolge in diesem Jahr noch braucht. Nach den Turbulenzen auf den Finanzmärkten braucht die Regierung in Athen dringend eine Atempause und die Gemeinschaft geht auf Nummer sicher dabei. Das Angebot der Euro-Partner dürfte die Risikoaufschläge, die Griechenland zuletzt den Investoren für frisches Geld zahlen musste, am Montag schrumpfen lassen. Das Euro-Land ist bei dieser Rückendeckung nicht mehr gezwungen, hohe Strafzinsen des Marktes zu akzeptieren. Der Euro hat dank des Rettungspakets für das hoch verschuldete Griechenland zugelegt. Die Gemeinschaftswährung kletterte am Montagvormittag im fernöstlichen Devisenhandel auf den höchsten Stand seit fast vier Wochen. Der Euro kostete 1,3665 Dollar nach 1,3488 Dollar am Freitag in New York. Zum Yen notierte der Euro bei 127,17 Yen. Der Dollar kostete 93,19 Yen. Das Notfall-Kreditpaket der Euro-Zone für das schuldengeplagte Griechenland garantiert nach Einschätzung von EZB-Ratsmitglied Lorenzo Bini Smaghi die Stabilität des Euro. Die Einigung habe in Europa das verhindert, was in den den USA durch die Lehman-Pleite passiert sei, sagte Bini Smaghi der italienischen Zeitung „Corriere della Sera“. „Der Euro gründet auf dem Prinzip, dass derjenige, der Fehler macht, für die Folgen aufkommt und seinen Kurs ändern muss. Wir haben Griechenland geholfen, das zu tun, und das garantiert die Stabilität der Währung.“ Ohne die Einigung hätten andere Länder und Institutionen von der Krise angesteckt werden können, sagte er.
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Interesse 9. April 2010, 20:32 Uhr Der weltgrößte Chemiekonzern BASF führt Kreisen zufolge Gespräche über die Übernahme des Chemiespezialisten Cognis. Die Verhandlungen seien noch im Anfangsstadium, heißt es. Zudem seien auch andere Interessenten im Rennen. Finanzkreisen zufolge wollen die Verkäufer mindestens 3,5 Milliarden Euro.  Foto: dpa Cognis-LKW-Anhänger haben nicht nur Kokosöl geladen Ein milliardenschwerer Verkauf des Spezialchemiekonzerns Cognis wird wahrscheinlicher. Die Eigentümer hätten jetzt Gespräche mit dem Chemieriesen BASF wieder aufgefrischt, sagten zwei mit der Situation vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. Die Verhandlungen seien aber noch im Anfangsstadium. Daneben werde mit weiteren Interessenten gesprochen. Den Finanzkreisen zufolge wollen die Verkäufer Goldman Sachs und Permira einschließlich Schulden mindestens 3,5 Milliarden Euro für das in Monheim bei Köln ansässige Unternehmen. Cognis war Ende 2009 mit knapp zwei Milliarden Euro verschuldet. Bereits vor anderthalb Jahren hatte BASF über einen Kauf von Cognis gesprochen. Eine Transaktion war zuvor schon mehrmals an unterschiedlichen Preisvorstellungen gescheitert. Cognis gehört seit fast zehn Jahren den beiden Finanzinvestoren – eine ungewöhnlich lange Zeit. „Bis zu einem Deal dürfte es noch Monate dauern“, sagte einer der Insider nun. Kurzfristig werde nicht mit einem Angebot gerechnet. „Ein Verkauf ist aber insgesamt deutlich wahrscheinlicher als ein Börsengang.“ Für BASF hätte ein Kauf mehrere Vorteile: Der Ludwigshafener Konzern könnte mit Cognis sein Geschäft mit den margenträchtigeren Spezialchemikalien ausbauen. Zudem ist Cognis in Bereichen tätig, die von der Konjunkturschwäche nur wenig in Mitleidenschaft gezogen worden waren. Experten zufolge ist der Zeitpunkt für einen Verkaufversuch günstig: Die Konjunkturkrise ist weitgehend überwunden und auch der Kaufappetit in der Chemiebranche hat wieder zugenommen. Goldman Sachs, Permira und BASF lehnten eine Stellungnahme zu den Informationen ab. Bei Cognis war zunächst keine Stellungnahme erhältlich. Das aus der ehemaligen Henkel-Chemiesparte hervorgegangene Unternehmen hatte sich im Krisenjahr 2009 zurück in die schwarzen Zahlen gespart: Der Überschuss lag bei 25 Millionen Euro, nachdem im Jahr zuvor noch ein Verlust von 49 Millionen in den Büchern gestanden hatte. Der operative Gewinn (Ebitda) stieg 2009 um vier Prozent auf 364 Millionen Euro. Das Unternehmen, das Spezialchemikalien für die Gesundheitsbranche, die Lebensmittelindustrie, für Kosmetik- sowie Farbenhersteller produziert, hatte gleich zu Beginn der Wirtschaftskrise ein 100 Millionen Euro schweres Sparprogramm aufgelegt. Einer Analystenstudie von UniCredit zufolge gelten auch der Essener Mischkonzern Evonik und das belgische Chemieunternehmen Solvay als mögliche Interessenten für Cognis. Evonik-Chef Klaus Engel sagte unlängst, man werde sich auch das Monheimer Unternehmen routinemäßig anschauen. Einige Experten bezweifeln allerdings, ob Evonik die nötige Finanzkraft hat, um eine Übernahme dieser Größenordung zu stemmen. Solvay dagegen hatte erst kürzlich seine Pharmasparte an den US-Konzern Abbott Laboratories verkauft und wird in der Branche momentan als finanzstark angesehen.
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Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin hat aufgrund der merkwürdigen Kursturbulenzen der Wirecard-Aktie eine förmliche Untersuchung des Falles eingeleitet. BaFin prüft mögliche Marktmanipulationen nach Falschbericht des Internetdienstes Gomopa. Zwei der Gomopa-Gründer wurden schon 2006 wegen Betrugs verurteilt. Der Kurs von Wirecard, einem Anbieter für elektronische Zahlungslöungen, ist am am vergangenen Dienstag nach Marktgerüchten heftig eingebrochen. Die BaFin prüft mögliche Manipulationen. Quelle: Pressebild FRANKFURT. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin hat aufgrund der merkwürdigen Kursturbulenzen der Wirecard-Aktie eine förmliche Untersuchung des Falles eingeleitet. "Wir prüfen, ob es Anhaltspunkte für Marktmanipulation in Aktien der Wirecard AG gibt", sagte eine BaFin-Sprecherin. Zu Details könne sie sich jedoch nicht äußern. Der Kurs des Münchener Zahlungsabwicklers Wirecard war am vergangenen Dienstag um mehr als 30 Prozent eingebrochen. Am Abend zuvor hatte der Internetdienst Goldman, Morgenstern & Partners (Gomopa) berichtet, der in den USA wegen illegalen Online-Glücksspiels verhaftete Deutsche Michael Schütt habe in einem Geständnis Wirecard schwer belastet. Gomopa bezog sich auf einen Bericht der Lokalzeitung "Naples News". Schütt habe ausgesagt, er sei bei illegalen Geldgeschäften direkt vom Wirecard-Vorstand beauftragt worden. Das Problem an dem Gomopa-Bericht: Er war falsch. Wie Nachfragen des Handelsblattes ergaben, hat die Reporterin, die für die "Naples News" über Schütt schreibt, Wirecard nie erwähnt. Gomopa reagierte auf Nachfragen zögerlich. Erst löschte der Dienst den Hinweis auf die Lokalzeitung, hielt aber den Vorwurf aufrecht, Schütt habe Wirecard belastet. Danach änderte man den Bericht erneut. Nun hieß es, ein Informant von Gomopa verfüge über die fraglichen Details aus Schütts Geständnis. Dem Handelsblatt liegt inzwischen das amtliche Protokoll von Schütts Geständnis am 23. März vor. Schütt bekennt sich darin schuldig, illegale Geldgeschäfte im Zusammenhang mit Online-Glücksspiel abgewickelt zu haben. Das Wort Wirecard kommt nicht vor. Gomopa hatte zu Wochenbeginn seinen Text erneut geändert und nun behauptet, Schütt belaste "eine Bank". Auf erneute Nachfragen des Handelsblattes war der Bericht dann ganz verschwunden. Der Kurs von Wirecard hat sich inzwischen fast vollständig erholt. Ein Frankfurter Analyst sagte, für ihn sei klar, dass die Aktie seit Wochen manipuliert werde. Erst verteure sich die Leihe der Aktie, dann komme es zu außergewöhnlichem Handel, danach tauchten plötzlich desaströse Gerüchte auf. Dazu gehöre auch die Anzeige, die vor kurzem bei der Staatsanwaltschaft München einging und Wirecard der Geldwäsche bezichtigt. Es sei offensichtlich, dass Short Seller mit der Wirecard-Aktie Jojo spielen. Mark Vornkahl, einer der Gründer von Gomopa wies den Vorwurf der Kursmanipulation gestern zurück. Man wolle nur die Wahrheit aufdecken. Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass Gomopa-Vertreter ins Zwielicht geraten. 2006 wurden Vornkahl und Mitgründer Klaus Maurischat wegen Betrugs an einem Anleger verurteilt. Maurischat gab gestern gegenüber dem Handelsblatt weitere Verurteilungen zu. Es habe sich dabei jedoch nicht um Anlagebetrug gehandelt.
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Spitzeneinkommen Von Viktoria Unterreiner 2. April 2010, 16:22 Uhr Die Hedgefonds-Manager gehören zu den Profiteuren der Finanzkrise. Spitzenverdiener David Tepper hat allein 2009 rund vier Milliarden Dollar kassiert – und damit den Rekord der Branche geknackt. Seine Gewinne machte er vor allem mit Spekulationen auf strauchelnde Banken.  Foto: dpa Hedgefonds-Boss George Soros kommt 2009 nur auf Platz 2. Er rund 3,3 Milliarden Dollar verdient Während die Finanzwelt um sie herum auseinanderbrach behielten Hedgefonds-Manager die Ruhe und verdienten auf diese Weise ein Vermögen. 25,3 Mrd. Dollar (18,5 Mrd. Euro) nahmen die 25 Spitzenverdiener der Branche im vergangenen Jahr ein. Das ist sogar noch etwas mehr als im Rekordjahr vor Ausbruch der Finanzkrise 2007. Am besten schnitt der amerikanische Investor David Tepper ab. Mit vier Mrd. Dollar ist er der best verdienendste Hedgefonds-Manager aller Zeiten, berichtet die "New York Times" und beruft sich dabei auf ein Ranking des Fachmagazins "Absolute Return + Alpha". Teppers Strategie klingt im nachhinein nur allzu logisch. Als alle anderen Anleger nach der Pleite von Lehman Brothers in Panik gerieten setzte er darauf, dass die Regierung den Banken künftig zur Hilfe kommen würde. Im großen Stil kaufte sein Fonds Appaloosa Management fortan Aktien strauchelnder Institute wie der Citibank und der Bank of America. Zudem stieg er bei dem Versicherungsgiganten AIG ein, der von der US-Regierung mit mehr als 180 Mrd. Dollar vor dem Untergang bewahrt wurde. Die Rechnung ging auf. Dank der staatlichen Rettungspakte erholte sich die Wall Street deutlich schneller von dem Schock als erwartet, und Tepper konnte im vergangenen Jahr durch die Kursgewinne eine Vermögen machen. Damit schlug er sich sogar noch besser als die Investorenlegende George Soros, der als Chef des Fonds Quantum Endowment im vergangenen Jahr 3,3 Mrd. Dollar einnahm. Den dritten Platz in dem Ranking belegt James Simons von Renaissance Technologies mit einem Verdienst in Höhe von 2,5 Mrd. Dollar. Für die Branche könnte es das letzte Jahr ungetrübter Geschäfte gewesen sein. Denn US-Präsident Barack Obama will Hedgefonds künftig stärker kontrollieren. Bislang konnten sie sich einer Registrierung bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC immer mit dem Hinweis entziehen, dass sie nur Privateinlagen verwalteten. Denn wer sein Geld in einen Hedgefonds investiert, sollte in der Regel erfahren genug sein, um das Risiko abschätzen zu können und außerdem genug davon haben, um einen möglichen Verlust zu verschmerzen.
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Nutzfahrzeuge Von Jan Hildebrand 3. April 2010, 13:53 Uhr Die Aktionäre des Nutzfahrzeugkonzerns MAN kritisieren Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch scharf. Anteilseigner vermuteten, dass der Porsche-Großaktionär und VW-Chefkontrolleur den Schmiergeldskandal ausgenutzt habe – um die Führungsspitze bei MAN nach seinem Geschmack neu zu besetzen.  Foto: dpa In der Kritik: Ferdinand Piëch (r., hier mit MAN-Chef Georg Pachta-Reyhofen), Aufsichtsratschef bei MAN, muss sich auf der Hauptversammlung Fragen zur Personalpolitik gefallen lassen Latenten Unmut unter den Aktionären des Nutzfahrzeug-Konzerns MAN gibt es schon länger. Kritiker reiben sich an Ferdinand Piëch, da er nicht nur Chefkontrolleur bei MAN, sondern auch beim Großaktionär Volkswagen ist. Anlass für den neuerlichen Proteststurm auf der Hauptversammlung waren nun die Personalwechsel im MAN-Vorstand. Viele Aktionäre vermuteten, dass Piëch den Schmiergeldskandal genutzt habe, um die Führungsspitze nach seinem Geschmack neu zu besetzen. „Die Art und Weise, wie hier ein Vorstand abserviert wurde, sucht ihresgleichen“, sagte Ingo Speich von der Anlagegesellschaft Union Investment. Ende 2009 waren MAN-Vorstandsvorsitzender Hakan Samuelsson, Finanzvorstand Karlheinz Hornung und Nutzfahrzeugchef Anton Weinmann zurückgetreten. „Samuelsson ist Opfer der Machtstrategie von Herrn Piëch geworden“, sagte Speich. Bereits vergangenes Jahr hatte es Gerüchte gegeben, der Rückritt Samuelssons könnte auch im Zusammenhang mit der von Piëch angeblich angestrebten Lkw-Allianz zwischen MAN und dem schwedischen Konkurrenten Scania stehen. VW ist bei beiden Lkw-Herstellern Großaktionär. Piëch hatte immer wieder angedeutet, dass er sich eine Zusammenarbeit zwischen beiden Unternehmen wünsche. Samuelsson galt zuletzt als Hindernis. Hartnäckig halten sich Gerüchte, dass Volkswagen seinen Anteil bei MAN von derzeit knapp 30 Prozent aufstocken könnte. „Sagen Sie endlich, was Sie mit MAN vorhaben, Herr Piëch“, forderte ein aufgebrachter Aktionär. In diesem Zusammenhang wurde die Wahl von Ulf Berkenhagen, Vorstandsmitglied der VW-Tochter Audi, in den MAN-Aufsichtsrat kritisiert. Ein Drittel der Aktionäre stimmten gegen ihn. Seine Berufung sei ein weiterer Machtausbau von Piëch und Volkswagen, so die Anteilseigner. Piëch bestritt, dass es außer der Korruptionsaffäre andere Gründe für die Personalwechsel gegeben habe. Der damalige Vorstand habe es unterlassen, ein ordnungsgemäßes Antikorruptionssystem aufzubauen. „Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Vorstand war unter diesen Bedingungen nicht mehr möglich“, sagte Piëch. Die Staatsanwaltschaft hatte 2009 gegen MAN ermittelt, da sie den Konzern verdächtigte, den Absatz von Lastwagen, Bussen und Motoren mit Schmiergeld angekurbelt zu haben. MAN kostete die Affäre rund 220 Millionen Euro. Die Aktionäre verschoben deshalb auf Vorschlag des Konzerns mit großer Mehrheit die Entlastung von Samuelsson, Hornung und Weinmann. „Wir sind weder ein Freund von Vorverurteilungen noch von Entlastungen“, sagte Thomas Hechtfischer von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Er forderte weitere Informationen ein, ob es Vorwürfe gegen die drei Ex-Vorstände gebe. Bisher hatten der Konzern und die Ermittler stets betont, dass es kein persönliches Verschulden gebe. Trotzdem prüft der Aufsichtsrat Schadenersatzansprüche. Gleichzeitig sollen die früheren Vorstände Abfindungen von insgesamt 21 Millionen Euro erhalten. „Das passt doch vorne und hinten nicht zusammen“, sagte Harald Petersen von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK).
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Korruptionsprozess in den USA Von Feuerwehrautos bis zu Luxuslimousinen: Gleich in 22 Staaten soll Daimler Politiker und Beamte bestochen haben, um das Fahrzeuggeschäft anzukurbeln. Damit das Image der Stuttgarter nicht weiter ankratzt, wollen sich die Autobauer offenbar auf einen Vergleich in Höhe von 185 Millionen Dollar einlassen. Von Rüdiger Paulert, WDR-Hörfunkstudio Washington Mit der Unterschrift des Richters am District Gericht in Washington kann heute der Vergleich zwischen Daimler und dem amerikanischen Justizministerium abgesegnet werden. Er kostet den Stuttgarter Autobauer 185 Millionen Dollar. Dafür aber bleiben dem Konzern ein aufwändiger Prozess mit unangenehmer Öffentlichkeitswirkung und eine vielleicht noch höhere Strafe erspart. Gleich in 22 Staaten soll Daimler Politiker und öffentliche Angestellte bestochen haben, um das Fahrzeuggeschäft anzukurbeln. Angeblich kam es so zu einem Verkauf von Feuerwehrautos in Kroatien und ein turkmenischer Beamter erhielt einen S-Klasse-Mercedes - über eine Gegenleistung ist öffentlich nichts bekannt. Amerikanische Justiz als Fahnder für die Welt [Bildunterschrift: 185-Millionen-Dollar-Vergleich für Daimler? ] Von Ägypten über China und Russland bis nach Vietnam sollen die Bestechungsgelder geflossen sein. Intern sollen sie als Sonderrabatte, Kommission oder notwendige Zahlungen verbucht worden sein. Bestätigt hat der Konzern die Vorwürfe nicht. Keines der Vergehen allerdings geschah in den Vereinigten Staaten, trotzdem steht das Unternehmen dort am Pranger: "Das amerikanische Justizministerium und die Wertpapieraufsicht sind zuständig für alle Unternehmen, deren Aktien in den USA gehandelt werden", erklärt Michael Hershman, Chef einer amerikanischen Beratungsfirma und ehemaliger Antikorruptionsbeauftragter von Siemens. Die USA berufen sich dabei auf eine Vereinbarung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Bereits 1997 hatten sich die OECD-Mitgliedsländer darauf verständigt, entschieden gegen Schmiergeldzahlungen vorzugehen. Dies wurde bereits vielen Konzernen zum Verhängnis. So zahlten allein in diesem Jahr der britische Rüstungskonzern BAE sowie der französische Anlagenbauer Technip jeweils 400 Millionen Dollar Strafe und der italienische Energieriese ENI 330 Millionen Dollar. Trotz dieser jüngsten Verfahren gegen europäische Konzerne sieht Antikorruptionsberater Michael Hershman keinen Anlass für die Vermutung, dass Europäer nun gezielt im Fadenkreuz amerikanischer Fahnder stehen: "Keinesfalls! Amerikanische Unternehmen wurden jahrelang wegen dieses Gesetzes angeklagt und europäische Firmen hatten in Wirklichkeit großen Freiraum. Sie haben einfach weiter bestochen, während amerikanische Unternehmen Auflagen hinnehmen mussten." Siemens hat aus Fehlern gelerntSo musste der Kraftwerkbauer Halliburton im letzten Jahr fast 660 Millionen Dollar wegen Schmiergeldzahlungen in Nigeria berappen. Kräftig zur Kasse gebeten wurden mit 55 Millionen Dollar auch der Ölförderer aus Texas, Baker-Hughes, und der Ölkonzern Chevron mit knapp 30 Millionen Dollar. Beträchtliche Strafgelder mussten auch schon die Chemiegiganten Innospec und Monsanto sowie der US-Konzern Westinghouse hinblättern, um nur einige Beispiele zu nennen. Ende 2008 wurde das Verfahren gegen den deutschen Siemenskonzern gegen eine Strafe von 800 Mio. Dollar abgeschlossen. Auch wenn der Schock groß war, habe dies dem Unternehmen letztlich nicht geschadet, so Antikorruptionsberater Michael Hershman: "Siemens hat gelernt, dass es Geschäfte auch ohne Schmiergeld machen kann und trotzdem gut dabei verdient."
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Die Aktie des Zahlungsabwicklers Wirecard sorgt für Wirbel auf dem Frankfurter Börsenparkett. Auf wilde Gerüchte folgte ein Kurssturz von 30 Prozent. Insider sprechen von gezielter Manipulation. Erinnerungen an eine vergessen geglaubte Affäre werden wach. Heute geht es mit dem Kurs wieder aufwärts. DÜSSELDORF. Die Nachricht, die sich in den Stunden von Montag auf Dienstag durch die Börsenforen fraß, ließ für den Handelsauftrakt eine Katastrophe erahnen. Bereits im Februar wurde Michael Schütt, ein deutscher Jungunternehmer, vom Secret Service in Florida verhaftet. Der Vorwurf: Verwicklung in illegale Online-Spiele und Geldwäsche im großen Stil. Nun berichtete der Finanznachrichtendienst Goldman Morgenstern & Partners (Gomopa), Schütt habe gestanden, im Auftrag von Wirecard gehandelt zu haben. Er sei einer von fünf "Geldboten" des Unternehmens, direkt beauftragt vom Vorstand. Gomopa bezog sich dabei auf einen Bericht des Gerichtsreporters der Lokalzeitung Naples News. Noch in der Nacht brach sich der Bericht des Dienstes, der sich die "Betrugsprävention in Wirtschaft und Gesellschaft" auf die Fahnen geschrieben hat, wie eine Abrissbirne durch die Wirecard Szene. Als der Handel am Dienstag begann, sackte der Kurs sofort weg. Teilweise betrug das Minus mehr als 30 Prozent. Online-Gambling ist in den USA ein schweres Verbrechen. Die Auswirkungen für Wirecard wären bei einer Beteiligung kaum abzusehen. Doch der Fall ist weit komplizierter, als er scheint - das zeigen Recherchen des Handelsblatts. Der angebliche Skandal-Bericht der Lokalzeitung in Florida, auf den sich Gomopa bezieht, existiert gar nicht. Die einzige Autorin, die für Naples News mit dem Fall befasst ist, sagte auf Anfrage, sie habe zwar vor kurzem zwei Artikel über den Angeklagten Schütt geschrieben. Wirecard habe darin aber keine Rolle gespielt. Ihr sei von einer Verwicklung der Firma auch nichts bekannt. Ein Gomopa-Sprecher konnte diese Widersprüche nicht erklären. Er zeigte sich außerdem überrascht, dass eine Frau über den Fall schreibt, und kein Mann, wie von Gomopa behauptet. Der Dienst löschte den Hinweis auf die Lokalzeitung im Laufe des Tages, hielt aber den Vorwurf aufrecht, Schütt habe Wirecard belastet. Unklar ist, woher diese Information nun stammen soll. Ein Gomopa-Sprecher sagte, man habe mit Schütt, der inzwischen aus der Haft entlassen ist, noch nicht sprechen können. Man sei sich jedoch sicher, dass Schütts Geständnis gegen Wirecard spräche. Auch das Handelsblatt konnte Schütt am Dienstag nicht erreichen. Für eine Aussage bereit stand dagegen die Gerichtsschreiberin in Florida, die Schütts Geständnis protokollierte. Und auch sie widerspricht der Darstellung von Gomopa. Auf Nachfrage des Handelsblattes sagte sie, in dem mehr als 30seitigen Protokoll sei das Wort "Wirecard" nicht enthalten. Auch der Name des Vorstands, den Schütt laut Gomopa belastet, komme nicht vor. Ein Analyst in Frankfurt sagte, für ihn sei klar, dass die Aktie von Wirecard seit Wochen manipuliert werde. Erst verteuere sich die Leihe der Aktie, dann käme es zu außergewöhnlichem Handel, danach tauchten plötzlich desaströse Gerüchte auf. Es sei offensichtlich, dass Short Seller mit der Wirecard-Aktie Jojo spielen. Schon seit Wochen kursiert in Frankfurt eine Mail einer Schweizer Vermögensverwaltung, in der zahlreiche Anschuldigungen gegen Wirecard erhoben werden. Sie enthält auffällige Übereinstimmungen mit zahlreichen Einträgen in Börsenforen. Tatsächlich war auch in deutschen Medien seit Wochen bekannt, dass gezielt Gerüchte zu Wirecard gestreut werden. Das Unternehmen, das in der Vergangenheit selbst Rechtsprobleme hatte, gilt als leichtes Ziel. Schon einmal beschäftigen Spekulationen gegen die Aktie die Medien. Im Sommer 2008 lieferte sich Wirecard eine öffentliche Schlammschlacht mit der Schutzgemeinschaft deutscher Kapitalanleger (Sdk). Die Organisation hatten Wirecard Fehlbilanzierung vorgeworfen. Später kam heraus, dass ein damaliger SdK-Vorstand und weitere Investoren auf einen Kursverfall der Wirecard-Aktie gewettet hatten. Bei der Staatsanwaltschaft München ist kürzlich eine anonyme Anzeige eingegangen - auch hier ist von Geldwäsche die Rede. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob sie ein Ermittlungsverfahren eröffnen wird. Doch das allein besagt noch nicht viel. Nicht ohne Grund gehört eine anonyme Anzeige bei halbseidenen Marktteilnehmern zum kleinen Ein-mal-Eins. Die Staatsanwaltschaft muss jede Anzeige prüfen - und allein der Bericht über eine solche Prüfung kann verheerend wirken. Da hilft es auch nichts, dass Wirecard seit Wochen darauf pocht, in dieser Affäre nicht Täter sondern Opfer zu sein und gestern erneut alle Vorwürfe als völlig haltlos zurückwies. Den Anlegern bleiben nur die Kopfschmerzen. Die Wirecard-Aktie schloss am Dienstag bei rund 6,30 Euro. Dabei hatte die Aktie in den Wochen und Monaten zuvor deutlich zugelegt. Zeitweise notierten die Papiere über zehn Euro. Reihenweise hoben die Analysten das Kursziel an. Es gebe keinen Anlass zur Sorge hinsichtlich der weiteren Geschäftsentwicklung, schrieb Adrian Hopkinson von der WestLB in einer Studie, die keine zwei Wochen alt ist. DZ-Bank-Analyst Thorsten Reigber glaubt weiter an das Unternehmen. Er schrieb gestern in einem Kommentar, der Kursverfall biete eine gute Gelegenheit für Aktienzukäufe. Der eine oder andere Anleger scheint seinem Rat zu folgen, wenn auch zögerlich: der Aktienkurs stieg heute nach Börsenöffnung um rund acht Prozent auf 6,85 Euro. Das Unternehmen: Wirecard bietet die Abwicklung von Zahlen im Internet an. In den ersten neun Monaten steigerte das Unternehmen den operativen Gewinn (Ebit) um 15 Prozent. Für das Gesamtjahr hat der Vorstand ein Ebit von 55 bis 60 Mio. Euro vorhergesagt, nach 49 Mio. Euro im Vorjahr. Die Wirecard-Aktie hatte sich zwischen Januar 2009 und Januar dieses Jahres von 3,78 auf 10,25 Euro verteuert. Der Dienst: Goldman Morgenstern & Partners (Gomopa), der sich selbst Financial Intelligence Service nennt, hat nach eigenen Angaben 83 Gesellschafter. Von den vier Gründern aus dem Jahr 2000 sind noch zwei, Mark Vornkahl und Klaus Maurischat, aktiv. Der Dienst publiziert auf deutsch, der Sprecher sitzt in Berlin, die Geschäftsadresse aber ist in New York.
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Minus 32 Prozent – so stark ging es am Dienstag zeitweise für die Wirecard-Aktie in den Keller. Grund ist eine Anzeige gegen die Wirecard Bank, eine Tochter der Wirecard AG. Das Unternehmen weist alle Anschuldigungen zurück. Der Tagestiefstkurs lag bei 5,07 Euro. "Ich kann bestätigen, dass eine Anzeige gegen die Wirecard Bank vorliegt", sagte Oberstaatsanwältin Barbara Stockinger von der Staatsanwaltschaft München I gegenüber boerse.ARD.de. Zum Inhalt wollte sie sich allerdings nicht äußern. Man befinde man sich noch einem so genannten Vorprüfungsverfahren. Eine Entscheidung, ob ein Ermittlungsverfahren eingeleitet werde, sei noch nicht gefallen. Auch die neuen Marktgerüchte wies Wirecard zurück. Die gegen das Unternehmen erhobenen Vorwürfe der Geldwäsche seien haltlos, sagte eine Unternehmenssprecherin. Man habe eine internationale Anwaltskanzlei eingeschaltet, um den Sachverhalt zu klären. Den Namen der Kanzlei wollte die Sprecherin gegenüber boerse.ARD.de aber vorerst nicht nennen.
Bereits vor zwei Wochen hatte die Aktie des TecDax-Mitglieds stark gelitten. Da waren Berichte über die Festnahme und ein Verfahren gegen den deutschen Staatsbürger Michael Olaf Schütt bekannt geworden. Ihm werden gesetzwidrige Geldtransfergeschäfte in den USA vorgeworfen. Zumindest teilweise wurden diese über die Wirecard Bank AG abgewickelt. Wirecard hatte daraufhin betont, "sie sei weder Partei noch in anderer Form Beteiligte dieses oder eines anderen Ermittlungsverfahrens in den USA". "Auch steht oder stand die Person, gegen die sich die angebliche Ermittlung richtet, zu Wirecard in keinerlei Verbindung", so Wirecard.
"Schütt hat Wirecard nicht belastet" Die Sprecherin erklärte am Dienstag außerdem, Wirecard habe gesicherte Hinweise, dass der Beklagte Schütt entgegen anderslautender Gerüchte keine belastenden Aussagen in Bezug auf die Wirecard Bank gemacht habe. Konkreter wollte sie allerdings zunächst nicht werden.
Analystin Alla Gorelova von Brokerhaus Steubing bemerkte zu der neuen Entwicklung, der US-Wettbewerber Neteller, der nun Neovia heißt, habe im Jahr 2007 wegen ähnlicher Vorwürfe etliche Millionen Dollar Strafe zahlen und sein Geschäft in den USA und Kanada habe schließen müssen. "Allerdings war Neteller direkt auf dem nordamerikanischen Markt tätig, was bei Wirecard nicht der Fall ist", fügte Gorelova hinzu.
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CERN 30. März 2010, 13:14 Uhr Mit bislang unerreichter Energie haben Forscher am Genfer Teilchenforschungszentrum CERN Atomkerne aufeinander geschossen. Im weltgrößten Teilchenbeschleuniger LHC prallten die Elementarteilchen mit der Rekordenergie von sieben Tera-Elektronenvolt aufeinander.  | | Im Teilchenbeschleuniger wurden jetzt erstmals Elementarteilchen aufeinander gerichtet. Sie prallten im zweiten Anlauf aufeinander. Bei dem Experiment soll ein Mini-Urknall entstehen. Der könnte neue Erkenntnisse über den Ursprung der Erde bringen. | Nach wochenlangen Vorbereitungen ist es Wissenschaftlern am Europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf nun zum ersten Mal gelungen, im Teilchenbeschleuniger LHC Protonen nahezu bei Lichtgeschwindigkeit kollidieren zu lassen. Mit lautem Applaus begrüßten die Physiker in den in aller Welt verteilten Kontrollräumen die historischen Teilchencrashs. „Das ist der Höhepunkt der Arbeit tausender Menschen über Jahrzehnte und der Beginn einer neuen Ära der Teilchenphysik“, sagte Joachim Mnich, Forschungsdirektor des Hamburger Teilchenforschungszentrums Desy, das an zwei Detektoren am LHC beteiligt ist. Die Kollisionen bei sieben Tera-Elektronenvolt sind 3,5 Mal stärker als in jedem früheren Teilchenbeschleuniger und markieren den Beginn der wissenschaftlichen Experimente am LHC (Large Hadron Collider). Jedes Atomkernteilchen hat dabei in etwa die Energie eines springenden Flohs – allerdings besteht ein Floh aus rund 100 Milliarden mal Milliarden solcher Teilchen. In dem 27 Kilometer langen Ringtunnel wurden zwei Protonenbündel mit 3,5 Tera-Elektronenvolt aufeinandergeschossen, sodass beim Aufprall eine Energie von 7 Tera-Elektronenvolt entstand. Durch den Zusammenstoß entstanden Teilchentrümmer, die die Detektoren im Teilchenbeschleuniger nun auswerten. Das Experiment kostet 9,4 Milliarden Dollar. "Dies ist ein Schritt ins Ungewisse", sagte CERN-Forschungsdirektor Sergio Bertolucci. "Wir tun etwas, das niemand vorher getan hat. Wir hoffen, dass wir die Dinge finden, die wirklich neu sind." Oliver Buchmüller, einer der Hauptbeteiligten des Experiments,.klingt sicher: "Bis Ende 2010 wollen wir den Beweis für Dunkle Materie gefunden haben – und die Bestätigung, was es ist." Der Beginn der Experimente war am Morgen zunächst vom Sicherheitssystem der Maschine ausgebremst worden. Eine elektrische Störung habe den Schutzmechanismus ausgelöst, wodurch die schnellen Teilchen automatisch aus dem Beschleunigerring gelenkt wurden, teilte das CERN mit. Die komplexe Apparatur musste neu gestartet werden. „Solche kleinen Pannen sind absolut normal“, erläuterte der Generaldirektor des CERN, Professor Rolf Heuerer, per Videoübertragung auf Fernost. „Wir haben eine Unzahl von Komponenten, die alle zur selben Zeit funktionieren sollen.“ Beim Vorgänger des LHC, dem Teilchenbeschleuniger LEP, habe es sogar eine ganze Woche gedauert, bis man tatsächlich die ersten Kollisionen – seinerzeit mit Elektronen – erzielen konnte. Der "aktuelle" Teilchenbeschleuniger war nach mehr als einjährigen Reparaturarbeiten im November wieder angelaufen. Der milliardenteure LHC musste im September 2008 wegen schwerer Pannen kurz nach der Inbetriebnahme gleich wieder abgestellt werden. Beim Neustart lief der LHC zunächst nur mit gebremster Kraft an, seitdem werden Energie und Beschleunigung der Teilchen langsam erhöht. Mit dem „Large Hadron Collider“ wollen die Physiker Atomkernteilchen mit bislang unerreichter Energie aufeinander prallen lassen. Im Regen der Kollisionsbruchstücke suchen sie nach unbekannten Elementarteilchen. Damit wollen sie unter anderem der mysteriösen Dunklen Materie auf die Spur kommen, die im Weltall vier bis fünf Mal so häufig ist wie die uns bekannte. Außerdem soll der LHC das Rätsel beantworten, wie Materie zu ihrer Masse kommt. Foto: Infografik WELT ONLINE Skizze vom CERN Kurz vor dem Experiment hatte das CERN erneut Einwände von Kritikern zurückgewiesen. CERN-Generaldirektor Rolf-Dieter Heuer sagte, durch die Protonen-Zusammenstöße bei bislang nie erreichten Energien würden keine schwarzen Löcher erzeugt. Im Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC) könnten eventuell lediglich „mikroskopische schwarze Löcher“ entstehen. Diese würden aber sofort wieder zerfallen. Zudem mache das Universum seit Milliarden von Jahren pro Sekunde Milliarden derartiger Experimente, sagte Heuer. „Und wir sind immer noch da.“ CERN-Forscher waren zuvor bereits Einwänden entgegengetreten, die hypothetischen winzigen schwarzen Löcher könnten als gefräßige Schwerkraftmonster der Erde gefährlich werden. Kritiker hatten zudem ins Feld geführt, bei den Experimenten im LHC könnten so genannte „Strangelets“ entstehen – hypothetische Teilchen, die den Planeten verschlingen könnten. Heuer sagte dazu, wenn man Grundlagenforschung betreibe und Neuland betrete, gebe es stets derartige Ängste bei den Menschen.
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Beratervertrag 29. März 2010, 10:55 Uhr Als früherer Vorstandschef trug Thomas Middelhoff seinen Teil zur Pleite von Arcandor bei. Finanzielle Sorgen muss er sich allerdings nicht machen: Laut einem Medienbericht hat er einen hoch dotierten Beratervertrag von Arcandor-Großaktionär Sal. Oppenheim erhalten. Die Bank selbst hatte später auch mit Problemen zu kämpfen.  Foto: dpa Thomas Middelhoff: Sal. Oppenheim hatte ihn als Berater engagiert Der frühere Arcandor-Vorstandschef Thomas Middelhoff hat einem Pressebericht zufolge nach seinem Ausscheiden beim Handelskonzern KarstadtQuelle mehr als zehn Millionen Euro Beraterhonorar vom Bankhaus Sal.Oppenheim bekommen. Middelhoff erhielt von der Bank einen mit jährlich vier Millionen Euro dotierten Beratervertrag, der auf drei Jahre und ein Jahr Option abgeschlossen worden war, wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet. Der Vertrag sei dann allerdings nach wenigen Monaten vorzeitig wieder aufgelöst worden. Bei Vertragsauflösung seien mehr als zehn Millionen Euro an den ehemaligen Chef des Medienkonzerns Bertelsmann und des Handelskonzerns Arcandor ausgezahlt worden, berichtet die Zeitung. Arcandor war wenige Monate nach Middelhoffs Ausscheiden pleite gegangen. Das führte auch zu Problemen bei Sal. Oppenheim, da die Privatbank Großaktionär bei Arcandor war und der Arcandor-Mitinhaberin und Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz hohe Kredite gewährt hatte. Sal. Oppenheim wurde schließlich an die Deutsche Bank verkauft. Wie die „SZ“ weiter berichtet, waren der Wirtschaftsprüfgesellschaft Deloitte bei einer Untersuchung bei Sal. Oppenheim im Auftrag der Bankenaufsichtsbehörde Bafin auch Geschäfte des Bankhauses mit der Familie Middelhoff aufgefallen. Middelhoff und seine Frau hatten demnach bei Sal. Oppenheim Kredite in Höhe von insgesamt 107 Millionen Euro aufgenommen, mit denen vor allem Beteiligungen an Immobilienfonds finanziert worden seien.
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