Suche:
Erweiterte Suche
| Börsen-Blog | Onlinekredit | Gewandschneiderei | Techniker Jobs | Warenproben | Sterne kaufen | Boersenspiel | Wärmebildkameras | PR-Dienst / Counterservice |
Geschrieben am 8 März 2010 - 0 Kommentar(e) [ Kommentar ] - 0 Trackback(s) [ Trackback ]

Besitzer heimischer Immobilienaktien müssen hart im Nehmen sein. Kaum eine andere Gattung stürzte in der Krise so drastisch ab. Während sich viele Notierungen wieder erholt haben, geht es bei den Immobilienwerten bisher kaum voran. Eine Chance für Anleger?
var DocID = '419848';
Quelle: colourbox

Keine Frage: Die in der Hauptsache durch den Zusammenbruch des US-Immobilienmarktes ausgelöste globale Wirtschafts- und Finanzkrise hat in den vergangenen knapp drei Jahren alle getroffen, nicht nur die Immobilienaktien.

Für die Immobilienbranche ist es aber bezeichnend, dass der Anleger schon fundierte Kenntnisse der Immobilienwirtschaft haben muss, um die Bilanzen richtig lesen zu können, unabhängig vom jeweiligen Börsenzyklus. Sonst drohen unter Umständen böse Überraschungen in Form von Marktwertberichtigungen. Die Gesellschaften müssen einmal im Jahr die effektiven Marktwerte ihrer im Bestand befindlichen Objekte an ihrer eigenen Bewertungen anpassen. Das verlangen die internationalen Rechnungslegungsvorschriften.

Welches ist der "richtige" Wert?
Ermittelt werden muss dabei der "beizulegende Wert" der Immobilien, erläutert Jochen Rothenbacher, Analyst bei Equinet. Eine Veränderung dieser Größe wird dabei bei den meisten Gesellschaften direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und ist damit auch direkt erfolgswirksam. Eine Bewertung von Immobilienaktien rein nach dem Kurs-Gewinn-Verhältnis vorzunehmen, macht damit nur sehr eingeschränkt Sinn. Festgestellt wird der "beizulegende Wert" dabei nicht vom Unternehmen selbst, sondern von spezialisierten, externen Prüfern.
 
var DocID = '419848';
Quelle: colourbox

Hohe Freiräume bei der Bemessung
Bei der Bemessung dieses Wertes gibt es hohe Freiheitsgrade, die für den externen Anleger kaum nachzuvollziehen sind. Etwa bei der Frage, was eine "attraktive" Immobilie denn so genau ist. Am wichtigsten, so Jochen Rothenbacher, sei dabei ohne Zweifel die Lage, was sowohl für gewerbliche als auch für private Immobilien gilt. Schwierig ist es aber auch, den Zustand einer Immobilie richtig einzuschätzen. So muss der Gutachter beispielsweise beurteilen, ob renoviert werden muss oder nicht.

Damit haben es auch professionelle Marktbeobachter, wie etwa Aktienanalysten, nicht viel leichter als der externe Anleger. Sie versuchen deshalb, um volatile Marktwertberichtigungen bereinigte, "faire" Größen zu ermitteln, etwa den freien Cash-Flow oder den fairen Wert des Eigenkapitals.

 

Immobilienaktien mit katastrophaler Performance
Trotz aller handwerklichen und gesetzlichen Bewertungskniffe: Die Anleger haben mit ihren Papieren mittelfristig ein kaum zu überbietendes Wechselbad der Gefühle erlebt. Dabei weisen die Charts vieler Immobilien-Aktien frappierend in die gleiche Richtung. Spätestens ab dem Jahr 2007, teilweise schon früher, ging es rapide bergab, nach zuvor ebenso hohen Anstiegen. Kursverluste von bis zu 90 Prozent, gerechnet von den jeweiligen Höchstkursen, waren keine Seltenheit.

Im Gegensatz zu anderen Branchen fällt die Erholung seit März 2009 dagegen vergleichsweise bescheiden aus. Nur sehr zögerlich haben sich die Titel bisher von ihren Tiefstkursen erholt. Für Privatanleger gilt weiterhin, dass sie sich mit Immobilientiteln höchst volatile und schwer durchschaubare Positionen ins Depot nehmen. Wer also im Immobiliengeschäft nicht versiert ist, sollte einen Bogen um diese Papiere machen.

 
Delicious Digg Facebook Fark MySpace