Suche:
Erweiterte Suche
| Börsen-Blog | Onlinekredit | Gewandschneiderei | Techniker Jobs | Warenproben | Sterne kaufen | Boersenspiel | Wärmebildkameras | PR-Dienst / Counterservice |
Geschrieben am 7 Februar 2010 - 0 Kommentar(e) [ Kommentar ] - 0 Trackback(s) [ Trackback ]
Category: Sport

123 Tage vor dem WM-Start haben DFB-Präsident Theo Zwanziger und Joachim Löw versucht, etwas Brisanz aus den Gesprächen rund um die Vertragssituation des Bundestrainers zu nehmen, doch ist das Säbelrasseln nach den abgebrochenen Vertragsverhandlungen unüberhörbar. "Ich bin über den ganzen Ablauf stark verärgert", sagte Löw nach der Gruppenauslosung der EM-Qualifikation in Warschau.

Bundestrainer Joachim Löw und DFB-Teammanager Oliver Bierhoff.
"Wir haben insgesamt ein schlechtes Bild abgegeben. Es stört mich ungemein, dass gewisse Dinge in die Öffentlichkeit gekommen sind." Am meisten echauffierte sich Löw über den zeitlichen Druck, der seitens des DFB aufgebaut worden sein soll. "Ich habe kein Verständnis dafür, dass mir der DFB mit dem Vertragsangebot in der vergangenen Woche ein Ultimatum gesetzt hat", so der Bundestrainer gegenüber dem SID. "Ich bin seit sechs Jahren leitender Angestellter, und wir haben mit unserem Team alles für den Erfolg der Nationalmannschaft und die Reputation des deutschen Fußballs getan. Da kann es nicht sein, dass ich ein Angebot innerhalb von 48 Stunden annehmen soll."

Nicht weniger angesäuert reagierte auch der in die Schusslinie geratene DFB-Teammanager Oliver Bierhoff. "So sollte man nicht mit dem Bundestrainer und seinem Team umgehen. Da geht es auch um die Form", sagte Bierhoff in der ARD. Zudem stellte er die Zukunft der sportlichen Führung nach der WM in Südafrika in Frage: "Wir müssen mit der Situation professionell umgehen, auch wenn es im Sommer nicht weitergeht, egal von welcher Seite. Wir werden aber auf jeden Fall so planen, als würden wir weitermachen."

"Ja, wir sind und bleiben ein Team, das in der Vergangenheit gut zusammengearbeitet hat und das auch in Zukunft
tun wird." Löw auf die Frage, ob er seine Zukunft mit der von Bierhoff beim DFB verknüpft sieht

Dabei sieht Löw seine Zukunft beim DFB ganz eindeutig an der Seite von Teammanager Bierhoff. Auf die Frage, ob Löws Zukunft "weiter auch mit der von Oliver Bierhoff verknüpft sei, sagte der Bundestrainer: "Ja, wir sind und bleiben ein Team, das in der Vergangenheit gut zusammengearbeitet hat und das auch in Zukunft tun wird."

Nach den verbalen Scharmützeln haben sich die beteiligten Fraktionen nun darauf verständigt, das Sportliche - sprich die Vorbereitung auf die WM in Südafrika - in den Mittelpunkt zu rücken. "Es wird bei mir keine Ablenkung, keine Ausreden geben", sagte Löw und fügte an: "Wir sind alle Profis. Wir haben jetzt den Auftrag, uns ganz auf die WM zu konzentrieren und sie mit aller Kraft und Dynamik vorzubereiten." Aus diesem Grunde wird es laut Löw vor der WM "auf keinen Fall" neue Gespräche über eine Vertragsverlängerung geben.

Nachdem DFB-Präsident Zwanziger bereits am Samstag prinzipiell seine Absicht bekundete, auch nach der WM an Löw festzuhalten ("Ich will Joachim Löw als Bundestrainer behalten. Er ist mein erster Ansprechpartner"), gab es ein solches Bekenntnis für den Bierhoff nicht.

Am Sonntag ging der Teammanager in die Offensive, nachdem ihm von mehreren Seiten wegen der geplatzten Vertragsverlängerung der Schwarze Peter zugeschoben wurde: "Da sind viele Dinge durcheinandergeworfen worden, die veröffentlichten Zahlen stimmen so nicht." Süffisant merkte Bierhoff weiter an, dass er es ja gewohnt sei, dass man ihn "in die Ecke drängen" wolle.

Zwanziger: Bierhoff habe "neue Fakten geschaffen"

 

Fußball: DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger
Knackpunkt Bierhoff? DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger hat den Verantwortlichen der Dissonanzen ausgemacht - Oliver Bierhoff.
© imago Zoomansicht

Zwanziger machte keine Hehl daraus, dass er Bierhoff für die gescheiterten Vertragsgespräche verantwortlich sehe. Es habe beim ersten Gespräch mit Löw Mitte Dezember keine Anzeichen für gravierende Unterschiede gegeben, "die gab es erst, als Bierhoff in einem Gespräch Mitte Januar neue Fakten geschaffen hat, indem er uns Entwürfe für völlig neue Verträge präsentiert hat. Wir wollten verlängern - doch wir wollten keinen neuen Vertrag machen."

Delicious Digg Facebook Fark MySpace